Frauen-Union Hirschau zu Info-Besuch im städtischen Wasserwerk
Deutlich unter den Grenzwerten

Dass das Hirschauer Trinkwasser von allererster Güte ist, erfuhren die Teilnehmer an der von der FU-Ortsvorsitzenden Stadträtin Bärbel Birner (vorne 3.v.l.) initiierten Besichtigung des Wasserwerkes an der Kommerzienrat-Dorfner-Straße von den beiden Wasserwarten Konrad Meyer (2.v.r.) und Sebastian Jasinsky (r.).
Politik
Hirschau
27.08.2017
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Seit Wochen verunsichern Schlagzeilen über eine zu hohe Nitratbelastung des Trinkwassers die Verbraucher. Wer Hirschauer Wasser trinkt, braucht sich nicht zu sorgen, er konsumiert Wasser von allererster Güte. So lautete das Fazit, als die Hirschauer Frauen-Union das Wasserwerk an der Kommerzienrat-Dorfner-Straße besuchte. Stadträtin Bärbel Birner, die die Veranstaltung organisiert hatte, sagte: "Ich kaufe mir kein Mineralwasser mehr, ich trinke ab sofort unser Leitungswasser." Die Wasserwarte Konrad Meyer und Sebastian Jasinsky informierten die Besuchergruppe.

Bis 1951 gab es in Hirschau keine Wasserleitung. Wer keinen eigenen Hausbrunnen hatte, musste sein Wasser per Handpumpe aus einem der 18 öffentlichen Brunnen entnehmen. Die Einweihung der Wasserleitung wurde 1951 groß gefeiert. Von 1951 bis 1953 wurden das Wasserwerk an der Schönbrunner Straße (jetziges Wohnhaus Kick) und der Brunnen I bei den jetzigen Hochhäusern errichtet. 1964 wurde der Brunnen II mit einer Tiefe von 130 Metern, 1966 der 100 Meter tiefe Brunnen III erschlossen sowie gleichzeitig der Brunnen I außer Betrieb genommen. 1979 wurde das jetzige Wasserwerk am Kahlhof errichtet und schließlich 2013 der Brunnen IV mit einer Tiefe von 110 Metern in Betrieb genommen. Aus ihnen werden jährlich rund 380 000 Kubikmeter Wasser gefördert. Der Tagesbedarf schwankt zwischen 600 und 1900 Kubikmeter. Das Wasserleitungsnetz hat eine Länge von rund 70 Kilometern. Da das Wasser kalkarm und somit weich ist, kann auf den Einbau von Wasserenthärtern verzichtet werden.

Meyer und Jasinsky betonten, dass das Trinkwasser jährlich mindestens zwölfmal durch ein unabhängiges Labor auf seine Qualität untersucht wird. In Hirschau werden die Grenzwerte bei allen Parametern deutlich unterschritten. Etwa beim Nitratgehalt: Er darf 50 Milligramm pro Liter (mg/l) Wasser betragen, in Hirschau wird mit 18,5 mg/l nicht einmal die Hälfte des Grenzwerts erreicht. Der Eisengehalt beträgt 0,01 mg/l (Grenzwert: 0,2), der Mangangehalt liegt unter 0,003 mg/l (Grenzwert: 0,05), Nitrit wird weniger als 0,005 mg/l gemessen (Grenzwert: 0,5), bei Blei unter 0,001 mg/l (Grenzwert: 0,01) und bei Kupfer 0,001 mg/l (Grenzwert: 2). Mit seinem Natriumgehalt von 3,85 mg/l (Grenzwert: 200) schlägt es fast jedes Mineralwasser.

Angesichts dieser Werte wird das Hirschauer Trinkwasser laut den Wasserwarten nicht gechlort. Ähnliche Werte habe auch das Trinkwasser aus den Brunnen der Mimbacher Gruppe, von denen Weiher, Steiningloh, Urspring, Krondorf, Burgstall und Krickelsdorf versorgt werden.
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