05.04.2018 - 20:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Hauptversammlung der FU Hirschau Mehr Frauen für den Stadtrat

Wenn es in Hirschau um Lokalpolitik geht, dann geht es unweigerlich auch um die Parkplatz-Situation auf dem Marktplatz. Die CSU sieht ihre Vorstellungen zu wenig berücksichtigt.

Bei der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union wartete CSU-Stadtratsfraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger mit aktuellen Informationen über die Lokalpolitik auf. FU-Ortsvorsitzende Bärbel Birner blickte auf die Aktivitäten des Verbandes zurück. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Zwei Schwerpunkte beherrschten die Jahreshauptversammlung der Frauen-Union im Schlosskeller. Ortsvorsitzende Bärbel Birner ließ das zurückliegende Jahr Revue passieren, und CSU-Stadtratsfraktions-Chef Hans-Jürgen Schönberger wartete mit aktuellen Infos über die Lokalpolitik auf.

Im Fokus seines Vortrags stand zunächst die Parkplatzsituation in der Innenstadt. Sie erhitzt seit gut zwei Jahren die Gemüter. Tagtäglich wird x-fach gegen das Parkverbot auf dem oberen wie unteren Marktplatz verstoßen. Trotzdem fand ein CSU-Antrag im Stadtrat keine Mehrheit, zwischen Postagentur und dem Anwesen Hauptstraße 38 sechs bis acht Plätze auszuweisen. Bei den FU-Mitgliedern löste diese Information von Schönberger Kopfschütteln aus.

Nicht zugestimmt

Angesichts dieser Situation hatte die CSU detaillierte Vorschläge gemacht, die Situation zu entspannen, referierte Schönberger. Hätten die anderen Rathausfraktionen zugestimmt, wäre das bürger- und kundenfreundlich gewesen, zeigte er sich überzeugt. Denn die zusätzlichen Parkplätze wären nicht für Anwohner gedacht gewesen. Bereits vergeben ist laut Schönberger der erste Bauabschnitt für den Durchgang vom Markplatz zur Josefstraße als weiteres Projekt zur Aufwertung des Stadtkerns. Man sollte schon jetzt aber schon an die Ausschreibung des zweiten Abschnitts denken, mahnte der CSU-Fraktionsvorsitzende an.

Der Haushalt sehe zudem auch die Umgestaltung des ehemaligen Fischerschuster-Hauses vor. Zum einen erweise sich dort die bauliche Situation als ungünstig, zum anderen sei die Verkehrssituation für Fußgänger, vor allem für Leute mit Gehhilfen oder Kinderwagen, gefährlich. Die Generalsanierung der Schule mit Kosten von acht bis zehn Millionen Euro werde der Stadt einiges abverlangen. Die CSU begrüße, dass am Schuljahresende damit begonnen werde. Als "äußerst zufriedenstellend", bezeichnete Schönberger die Betreuung der Kinder in den Tagesstätten, Krippen und in der Schule. Markenzeichen seien niedrige, sozial gestaffelte Elternbeiträge, bedürfnisgerechte Bring- und Holzeiten, qualifiziertes pädagogisches Personal und eine allgemein gute Sachausstattung. Das lasse sich die Stadt einiges kosten. Mit Blick auf das Engagement der Frauen-Union mahnte Schönberger an, dass die CSU sich intensiver sozialen Themen zuwenden und das Christlich-Soziale wieder mehr in den Vordergrund rücken müsse.

Vielseitig engagiert

FU-Vorsitzende Bärbel Birner hatte diesbezüglich einiges zu bieten. Sie verwies auf die Spendentätigkeit und das Engagement bei diversen Veranstaltungen und Märkten, die als nötige Einnahmequellen bestritten würden. Bedacht worden seien beispielsweise die Wasserwacht und Helfer vor Ort, der Seniorentreff und die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder. Wie alle Jahre hätten die FU-Mitglieder auch beim Jura-Gartenfest mitgeholfen und sich im BRK-Seniorenheim St. Barbara engagiert. Beim CSU-Familienfest habe die FU für eine gut gefüllte Kuchentheke gesorgt.

Außerdem hätten die Mitglieder eine Reihe auswärtiger Veranstaltungen besucht, beispielsweise die 60-Jahr-Feier der Frauen-Union mit der heutigen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Amberger Kongresszentrum. Mit Nachdruck plädierte die Vorsitzende für das Engagement von Frauen in der Politik, auch im Hirschauer Stadtrat. Für den 68 Mitglieder starken FU-Ortsverband strebe sie das Ziel an, heuer die 70er-Marke zu nehmen.

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