11.05.2018 - 14:10 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschau bekommt auch Drogerie Rewe-Markt will umsiedeln

Bei den Einkaufsmärkten in Hirschau gibt es erneut Veränderungen: Der Rewe-Markt will von der Burgstraße ins neue Baugebiet an der Straße nach Weiden wechseln. Ein Drogeriemarkt soll dazu kommen. Hirschau scheint für die Lebensmittelketten ein interessanter Standort zu sein.

Foto: Oliver Berg/dpa
von Autor FGProfil

Nachdem der Rewe-Markt ins neue Gewerbegebiet am Bachranken umsiedeln will, war eine Umwidmung dieser Teilfläche des Stadtrats Hirschau zum Sondergebiet erforderlich. Mit drei Gegenstimmnen der Freien Wähler wurde das mehrheitlich beschlossen. Die FW meinte, man soll dort versuchen lieber produzierendes Gewerbe unter zu bringen.

Umgewidmet wurde der nördliche Teil des Gewerbegebiets, der vergrößerte Einkaufsmarkt soll bis zu 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, der Drogeriemarkt bis zu 800 Quadratmeter. Johanna Errras-Dorfner brachte, um den Geländeverbrauch zu verringern, eine Tiefgarage unter dem Markt ins Gespräch, die Investoren sahen diesen Weg nur in Großstädten und Zentrumslagen als sinnvoll an.

Für die SPD stellte Günther Amann fest, dass man zwar skeptisch zu neuen Märkten sei, das aber sei eine Verlagerung.

Sanierung Postgasse

Nach Fertigstellung des Betreuten Wohnens und der Tagespflege steht in der Innenstadt die Sanierung der Postgasse an: Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner, der auch die Innenstadt plante, stellte Varianten vor. Man könne die Fläche von den Materialien her ähnlich dem Marktplatz ausführen, auch eine Teerdecke für den Fahrweg sei möglich und die Wiederverwendung eines Teils des derzeitigen Belags.

Teuerste Variante sei mit kalkulierten 567 000 Euro die Marktplatz ähnliche Gestaltung, billigste die asphaltierte Fahrbahn bei 430 000 Euro Kosten. Da aber 60 Prozent an Zuschüssen erwartet würden, relativiere sich die Einsparung. Vorteil der Pflasterlösung sei die Langlebigkeit und dass bei Öffnungen kein Fleckerlteppich wie bei Asphalt entsteht.

Einig war man sich über eine möglichst für Rollatoren und Rollstühle nutzbare Gestaltung. CSU-Fraktionsvorsitzender Hans Jürgen Schönberger brachte Platten, wie sie in den Gehwegen verbaut sind, ins Gespräch. Der am Gassenende vorgesehene Baum stieß indes auf wenig Gegenliebe. Der Zugang zum Altenheim wird eine rollstuhlgerechte Rampe umfassen, die sieben Stellplätze bleiben erhalten. Es soll ein Anwohnergespräch stattfinden, danach entscheiden die Stadträte. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Freiflächengestaltung zwischen Altstadt und Edeka-Markt: Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch orientierte sich an den Vorgesprächen.

Platz der Begegnung

Die Grünfläche bestehe zum kleineren Teil aus Rasen, zu den Häusern hin sei eine Blumenwiese angedacht. An der Ecke zur B 14 sei ein kleiner Teich möglich, der Geh- und Radweg könne um den Markt zur B 14 geführt werden, in Innenstadtnähe seien weitere acht Parkplätze möglich.

Statt des Teichs wurde ein Platz zur Begegnung ins Gespräch gebracht. Den Bewohnern könnte man erlauben, einen Zugang zu schaffen. Eventuell mit einem kleinen Garten, so Stadtrat Rudolf Wild. Diese Ideen müssen erst mit der Regierung der Oberpfalz geklärt werden, da der Zuschuss nicht gefährdet werden solle.

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