Hirschauer Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik tagt
Bereits 80 Prozent mit Urnen

So sollen die Urnen-stelen eines Tages im Friedhof platziert werden. Bild/Repro: fg
Politik
Hirschau
16.07.2017
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Trotz Kopfschüttelns über eine Kostensteigerung um fast das Dreifache befürwortete der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Stadtrats gegen die Stimmen der SPD den Ausbau des Weges von Burgstall nach Gebenbach. Im Friedhof werden zwischen den Urnenwänden Stelen platziert.

Die Sitzung begann einvernehmlich. Jeweils einstimmig wurden einige private Bauanträge befürwortet. Zustimmung fanden auch die wesentlichen Veränderungen bei der Biogasanlage der WK Energie GmbH & Co KG in der Gemarkung Weiher. Die endgültige Zuständigkeit hinsichtlich des Bundes-Immissionsschutzgesetzes liegt beim Landratsamt. Der Ausbau des Weges von Burgstall nach Gebenbach war bereits im November beschlossen worden. Bodenuntersuchungen ergaben nun eine massive Kostensteigerung von anfangs geschätzten 84 800 auf 221 480 Euro. Der Anteil der Stadt steigt so von 12 000 auf 33 000 Euro. Ursache ist in der Hauptsache die im Untergrund verbaute Hochofenschlacke, die teuer entsorgt werden muss. Rudolf Wild (SPD) sah im Ausbau zu den neuen Kosten eine Steuerverschwendung, auch weil der Weg im Hirschauer Bereich gut in Schuss sei. Andere Räte schluckten ebenfalls schwer und äußerten Unverständnis zu den nahezu verdreifachten Kosten. Würde man aber aussteigen, so wäre die Förderung verloren, und die Stadt müsste einen späteren Ausbau und die Entsorgung der Schlacke selber schultern. Zudem handelt es sich um ein gemeindeübergreifendes Projekt. Da Gelder auch für die Mehrkosten vorhanden sind, votierte die Mehrheit gegen die SPD-Stimmen (7:3) für den Wegeausbau, trotz Bedenken.

Christian Piehler informierte zur Situation im Friedhof. Derzeit seien etwa 80 Prozent der Begräbnisse Urnenbeisetzungen. Zwar könnten Urnen auch in Erdgräbern oder unter Bäumen bestattet werden, das Angebot von Stelen fehle bislang. Stelen hätten den Vorteil, dass die Vorleistung der Stadt geringer sei, da man nach Bedarf ergänzen könnte. Eine Möglichkeit sei, zwischen den vorhandenen Urnenwänden bis zu vier Stelen mit insgesamt zehn Kammern zu setzen.

Bedenken kamen wegen der entstehenden Enge durch Angehörige im vorgesehenen Bereich an Allerheiligen. Man einigte sich aber, mit dem Angebot von Stelen bei den Urnenwänden zu starten. Sollte mehr Nachfrage sein, müsste ein eigener Bereich für Stelen gefunden werden. Einstimmig wurde die Aufstellung von bis zu vier Exemplaren beschlossen. Die Gebühren werden bei 53,50 Euro/Jahr liegen, wobei je Kammer zwei Urnen beigesetzt werden können. Jede Kammer soll eine Ablage für Grabschmuck erhalten.

Bekannt gemacht wurde, dass ab heute die Staatsstraße 2238 von Hirschau nach Weiden für etwa zwei Wochen komplett gesperrt wird. Die Umleitung ist ausgeschildert. Die Sperrung wird notwendig, da für das neue Gewerbegebiet Am Bachranken am Ortsende eine Abbiegespur angelegt wird.
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