Hirschauer erhält im Maximilianeum Verfassungsmedaille
Silber im Landtag für Gutwein und Dobmeyer

Landtagspräsidentin Barbara Stamm händigte die Verfassungsmedaille in Silber an Marianne Gutwein aus. Bild: Rolf Poss
Politik
Hirschau
09.12.2016
120
0
 
Landtagspräsidentin Barbara Stamm händigte die Verfassungsmedaille in Silber an Hans Dobmeyer aus. Bild: Rolf Poss

München/Amberg-Sulzbach. Großer Bahnhof am Freitag im Landtag: Im Senatssaal des Maximilianeums standen 38 verdiente Persönlichkeiten zur Auszeichnung mit der Verfassungsmedaille in Gold (3) und Silber (35) an. Darunter befanden sich auch eine Frau und ein Mann aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach: Marianne Gutwein aus Kümmersbruck und Hans Dobmeyer aus Hirschau, die von Landtagspräsidentin Barbara Stamm jeweils mit Silber bedacht wurden.

Die Festansprache hielt der Dokumentarfilmer und Autor Dieter Wieland zum Thema "Bayern ist ein Kulturstaat". Die musikalische Umrahmung des Festakts lag bei der BTB Big Band unter Leitung von Julius Rathmayer. Hans Dobmeyer, so hieß es in der Laudatio, habe sich neben seiner beruflichen Tätigkeit als Spenglermeister über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich besonders engagiert. So saß er für die CSU über 30 Jahre im Stadtrat von Hirschau und bekleidete zwölf Jahre lang das Amt des Zweiten Bürgermeisters.

Mitbegründer des SCMK

Neben seinem kommunalpolitischen Wirken war und ist Dobmeyer in zahlreichen Vereinen aktiv. Besonders bekannt sei er für seinen Einsatz im Skiclub Monte Kaolino. Als Gründer und Vorstand habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Monte Kaolino heute sportlich intensiv genutzt werde und als Austragungsort bedeutender Sportwettkämpfe auch internationale Bekanntheit erlangt hat.

Als Mitbegründer der Sportfreundschaft des SCMK Hirschau mit dem Skiclub Harachov in der damaligen Tschechoslowakei habe sich Dobmeyer noch vor dem Fall des Eisernen Vorhang bleibende Verdienste in der Völkerverständigung zwischen Ost und West erworben. Zudem bringe er sich als Mitglied in zahlreichen örtlichen Vereinen ein und bereichere so das kulturelle, sportliche, wirtschaftliche und soziale Leben Hirschaus verdienstvoll.

Marianne Gutwein engagiert sich seit 1981 - also 35 Jahre - im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Amberg, dem ältesten Verband in der Oberpfalz. Von 1981 bis 1991 war sie als geringfügig Beschäftigte angestellt, dann wechselte sie in den ehrenamtlichen Vorstand. Dort war sie für die Finanzen und die gesamte Organisation verantwortlich. 2006 wurde sie vom Vorstand zur Vorsitzenden gewählt.

Für Pflegestellen gesorgt

Unter ihrer Leitung vermittelt der SkF Pflegestellen für Kinder, die über einen bestimmten Zeitraum oder auf Dauer nicht in der eigenen Familie groß werden können. Diese seien für die betroffenen Kinder oft die einzige Aussicht auf eine positive Entwicklung, so die Laudatio.

Marianne Gutwein habe es verstanden, drohende finanzielle Kürzungen für den SkF zu verhindern und sowohl die Kinder- und Jugendhilfe als auch die Tagespflege, die Hausaufgabenbetreuung, den Spieletreff, die Nachbarschaftshilfe und die Betreuung von Migrantenkindern weiterzuentwickeln. Ferner habe sie die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter ausgebaut. Der Sozialdienst katholischer Frauen Amberg kann mittlerweile auf das Engagement von über 200 Ehrenamtlichen zählen.

Mit der Verfassungsmedaille ehrt das Parlament seit 1961 Frauen und Männer, die in herausragender Weise zum Zusammenhalt der Menschen in Bayern beitragen und die Bayerische Verfassung mit Leben erfüllen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.