02.03.2018 - 16:26 Uhr
Hirschau

Staatsekretär Albert Füracker bei CSU in Hirschau Vertrauen zurückgewinnen

Der Wahlkampf in Bayern ist angelaufen. Oder in Anlehnung an den legendären Bundestrainer Sepp Herberger: "Nach der Wahl ist vor der Wahl." Dem trägt auch Staatssekretär Albert Füracker im Hirschauer Josefshaus Rechnung.

Staatssekretär Füracker im Josefshaus Hirschau
von Christian LinglProfil

Der Landespolitiker war anlässlich des politischen März', einer Veranstaltungsreihe der CSU, in die Kaolinstadt gekommen. Bei seiner Ansprache ging er zunächst auf die Bundestagswahl vom vergangenen Herbst ein.

Durchaus selbstkritisch reflektierte er den Umgang der eigenen Partei mit dem Wahlergebnis, "das nicht dem Selbstverständnis der CSU entspricht". Auch schnitt er die gescheiterten Verhandlungen zur Bildung einer Jamaika-Koalition an. Der FDP schrieb er in diesem Zusammenhang ins Stammbuch, dass diese Partei dem Wähler nicht glaubhaft machen könne, eine Regierungsbeteiligung in Bayern anzustreben, nachdem sie die Verhandlungen in Berlin habe platzen lassen.

Große Aufgaben

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte der CSU-Ortsverband Hirschau, in dessen Namen Ortsvorsitzende Birgit Birner den Abend eröffnete. Birner gab dem Staatssekretär zunächst einen Überblick über die Verhältnisse in der Stadt Hirschau. Etwa, was in den vergangenen Jahren geschaffen wurde, oder welche Aufgaben in der Stadt anstehen. Als Beispiel nannte sie hier die Sanierung der Grund- und Mittelschule. "Trotz der gesunden Finanzlage kann eine Stadt wie Hirschau, die keine Schlüsselzuweisungen erhält, diese Aufgaben nicht alleine stemmen", stellte Birner fest.

Bürgermeister Hermann Falk bat den Staatssekretär, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. "Der letzte, der hier unterzeichnet hat, war Erik Frenzel. Und der ist ja bekanntlich Olympiasieger geworden. Wer weiß, was aus Ihnen wird, wenn Ihr Chef Markus Söder nun Ministerpräsident wird?", sagte Falk augenzwinkernd in Anspielung auf die Minister-Gerüchte um Füracker.

Söders Arbeitstempo

Letzteres Thema ließ der Staatssekretär in seiner Ansprache aus. Allerdings lobte er den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder für seinen Fleiß. "Wenn Söder Ministerpräsident ist, werden einige ihr Arbeitstempo umstellen müssen", meinte er. Wichtig war Albert Füracker, das hob er mehrmals hervor, dass die CSU den Wählern seriöse Politik bietet. Laut Füracker heißt das: "Bei allen Versprechen, die im Wahlkampf getätigt werden, muss man dem Wähler immer sagen, wie diese finanziert werden sollen."

Dass Noch-Ministerpräsident Horst Seehofer ins Innenministerium nach Berlin wechsle, freue ihn, sagte Füracker. Denn dort könne er an entscheidender Stelle die Versprechen der CSU einlösen und so den bayerischen Wählern das verlorengegangene Vertrauen in die Christsozialen wieder zurückgeben.

Füracker stellte ans Ende seines Vortrags eine Zeile aus der dritten Strophe der Bayernhymne: "Frohe Arbeit, frohes Feiern" - Fleiß und Lebensfreude charakterisierten die Bayern am meisten. Dann waren die "Wirtshausfreundlichen" mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied an der Reihe, ein Blechbläserquintett, das den Abend musikalisch umrahmte.

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