25.07.2017 - 20:50 Uhr
HirschauSport

Sandskimeisterschaft am Monte Konzept überdenken

Traditionell finden am dritten Juli Wochenende immer die Sandski-Europameisterschaften am Monte Kaolino in Hirschau statt. Der Veranstalter, der SCMK, hat sich entschieden, keine EM auszutragen, sondern in der Hoffnung ein breiteres Publikum anzusprechen, als normales Sandskirennen.

Johannes Pfab (links) war der Schnellste bei den Herren. Bild: Lingl
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Vorweg genommen: Die Hoffnungen auf ein größeres Teilnehmerfeld haben sich trotz dieses Schrittes nicht erfüllt - 31 Läufer waren am Start. Ein Lob gab es aber für das zweite Novum, die Skier. "Das Material mit den neuen Skiern erwies sich als richtigen Schritt. Wir hatten weniger Stürze und die Duelle waren wesentlich knapper in den Entscheidungen", erklärte Johannes Heckmann vom Ausrichter SC Monte Kaolino Hirschau.

Nicht geändert hat sich indes der Modus der Veranstaltung. Gestartet wird das Rennen zunächst für die jüngsten Teilnehmer im sogenannten Kids Cup. Dieser besteht aus zwei Läufen. Es gibt einen blauen und einen roten Slalom, den jeder Teilnehmer einmal zu durchlaufen hat. Sieger des Wettkampfes ist, wer in Addition der beiden Läufe die beste Gesamtzeit erreicht. Beim Kids Cup war dies Janus Bettels vom TSV Neufahrn. Im gleichen Rennmodus starten danach die Erwachsenenklassen, Damen und Herren beim Wolfgang-Droßbach-Gedächtnislauf. Dieser verdankt seinen Namen einem der größten Förderer der Stadt Hirschau, dem damaligen Direktor der Amberger Kaolinwerke, welcher in den 50er Jahren der Stadt Hirschau unter anderem das erste Freibad schenkte, an dessen Stelle nun die in den 2000er Jahren erneuerte Freizeitanlage steht.

Sieger im Droßbach-Lauf waren bei den Damen Susanne Kiefer von der Ski Zunft Feldberg vor Elisabeth Herbst vom TSV Rottenbuch. Die Herrenklassen wurden gewonnen von Lokalmatador Johannes Pfab vor Roman Weber vom SC Jablonec, ebenfalls ein alter Bekannter am Monte Kaolino.

Dritter wurde Bernhard Hornek, ebenfalls vom SC Monte Kaolino. Dieser darf mittlerweile ebenfalls als Urgestein am weißen Riesen bezeichnet werden. So nahm er erst in der vergangenen Woche erfolgreich an den Sandspirit-Meisterschaften an gleicher Stelle, mit anderem Material (Sandboard) teil.

Aber selbst dies war nicht die erste Rennveranstaltung auf Sand für ihn in diesem Jahr. Er gewann bei den Sandspirit Meisterschaften im Vorjahr eine Reise nach Südamerika zu dem dortigen Äquivalent. Dass er dies nicht als reine Spaßveranstaltung sah, konnte man ihm förmlich ansehen. Um sich dort in Bestform zu präsentieren, trainierte er sehr hart und hat dafür fast 10 Kilo abgenommen. Diese Form half ihm auch bei den Wettkämpfen in Hirschau.

Nach einer kurzen Pause ging es für die besten 16 Herren und acht Damen am frühen Nachmittag zu den eigentlichen Meisterschaftsrennen. Diese wurden ebenfalls als Parallelslalom ausgetragen, nun aber Mann gegen Mann, respektive Frau. Die besten aus den beiden Läufen- einmal im roten, einmal im blauen Parcours kamen eine Runde weiter. Nach vier Runden bei den Damen stand das große Finale fest. Hier gewann Johanna Weissenbacher vom SC Prien am Chiemsee vor Susanne Kiefer. Im kleinen Finale setzte sich nach den beiden Läufen Elisabeth Herbst vor Andrea Maskova aus Jablonec durch.

Die Herren hatten eine Runde mehr zu bestehen. In einem rein Hirschauer Finale gewann Johannes Pfab in einer knappen Entscheidung vor Bernhard Hornek. Den dritten Platz sicherte sich Filip Forejtek vom Team Gerb vor Roman Weber aus Jablonec. Trotz der aus Veranstalter Sicht mäßigen Teilnehmerzahl zog dieser ein Positives Resümee.

Johannes Heckmann vom SCMK dazu: "Wir werden nochmals das Konzept der Veranstaltung überdenken, es besteht aber der Wunsch, diese auch in künftigen Jahren weiterhin durchzuführen."

Das Material mit den neuen Skiern erwies sich als richtigen Schritt. Wir hatten weniger Stürze und die Duelle waren wesentlich knapper in den Entscheidungen.Johannes Heckmann, SC Monte Kaolino Hirschau

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