07.08.2017 - 15:07 Uhr
HirschauOberpfalz

350 Läufer stellen sich beim Sandblaster extremen Hindernissen Nass, hart, dreckig, sandig

Den eigenen Körper an seine Leistungsfähigkeit bringen, Grenzen überwinden und dabei Spaß haben: Der Hammer Run bewegt Sportbegeisterte seit Jahren. Bei der diesjährigen Auflage des Extremlaufs rund um den Monte Kaolino stellten sich 350 Teilnehmer den Herausforderungen. 

von Andreas Brückmann (brü)Profil

Angetreten sind die Teilnehmer in zwei Kategorien: Für die ganz Harten galt es, eine 18 Kilometer lange Strecke zu bewältigen. Der sogenannte Fun-Run führte auf verkürzter Strecke über sieben Kilometer. Auf beiden Strecken mussten jedoch gleich viele Hindernisse bewältigt werden. 30 Stück waren es an der Zahl, natürliche und künstliche, wie unter anderem eine Rutsche, eine Steilwand, ein Kletternetz oder ein Klettergerüst. Große Steigungen und stark abfallende Abhänge stellten zusätzliche Herausforderungen dar. Das spektakulärste Hindernis war natürlich der Monte Kaolino selbst. Hier ging es ganz einfach darum, den 220 Meter langen und 35 Grad steilen Berg aus feinstem weißen Quarzsand zu bezwingen.

104 Läufer kommen ins Ziel

Teilnehmer aus ganz Deutschland, aber auch viele Angehörige der US-Streitkräfte, gingen an den Start. Ins Ziel des 18 Kilometer Laufs haben es schließlich 104 Teilnehmer, darunter zehn Frauen geschafft. Schnellster war Jared Williams, der für die Strecke lediglich 2 Stunden 2 Minuten und 5 Sekunden benötigte. Als schnellste Frau war Lauren Moss unterwegs: Sie brauchte 2 Stunden 28 Minuten und 10 Sekunden.

Für die Fun-Run-Strecke von sieben Kilometern war Alexej Witschkanow 1 Stunde 2 Minuten und 26 Sekunden unterwegs, um als Erster ins Ziel im Hirschauer Freibad zu kommen. Simone Koch war mit einer Zeit von 1 Stunde 6 Minuten und 20 Sekunden die erste Frau im Ziel. „Es war hart, auch vor allem wegen der sehr warmen Temperaturen“, erklärten einige der Finisher. Julian Kern überschritt schließlich als letzter Teilnehmer nach 4 Stunden 55 Minuten die Ziellinie.

Die Teilnehmer haben nicht nur ihren Körper an die Grenzen gebracht, sondern sie taten auch Gutes. Denn in diesem Jahr war der Hammer Run ein Spendenlauf. Die Einnahmen gehen an den Förderverein „Flika“ (Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien in Amberg). Bereits im Vorfeld war der Organisation eine Spende in Höhe von 2000 Euro zugesichert worden.

Namenstausch

Bereits vor dem Lauf hatten die Organisatoren selbst aber ein Hindernis zu bewältigen: Nach einer Auseinandersetzung mit einer anderen Organisation namens „Hammer“ wurde der Namen „Hammer Run“ in diesem Jahr noch bis zum Tag der Veranstaltung publiziert, am Tag des Events selbst wurde der Name zu Sandblaster geändert. Im kommenden Jahr wird es also keinen Hammer Run mehr in Hirschau geben, sondern einen Sandblaster. Der dürfte aber genauso nass, hart, dreckig und sandig sein wie der Vorgänger.

Hammer Run - Challenge Run

Männer 1. Jared Williams, 2:02:05.
2. Alexander Trautner, 2:09:37.
3. Joachim Meidenbauer, 2:27:25. Frauen: 1. Lauren Moss, 2:28:10.
2. Faith Fyock, 2:36:00.
3. Tabea Wagner, 3:02:55.

Hammer Run - Fun Run

Männer 1. Alexej Witschkanow, 1:02:26.
2. Ted Haeg, 1:04:30.
3. Hayden Brown, 1:04:30. Frauen: 1. Simone Koch, 1:06:20.
2. Saskia Pirner, 1:14:20.
3. Marina Mutzbauer, 1:14:20.

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