Auftakt für Lebendigen Adventskalender in Hirschau
Große Gefühle beim Fensterln

Bürgermeister Hermann Falk (links) öffnete zusammen mit Gewerbeverbandsvorsitzendem Alfred Härtl (Mitte) und Michael Meier, dem Chef des Heimat- und Trachtenvereins, das erste Türchen des Lebendigen Adventskalenders.
Vermischtes
Hirschau
03.12.2016
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s Innenstadt steht seit Donnerstag Abend für Abend ganz im Zeichen des Lebendigen Adventskalenders. Insgesamt 23 verhüllte Schaufenster, hinter denen sich vorweihnachtliche Motive verbergen, wurden zu Adventstürchen umfunktioniert. Sie warten darauf, bis 23. Dezember geöffnet zu werden.

Das erste Türchen befindet sich alljährlich am Ostgiebel des Rathauses. Es zu öffnen, ist traditionell Aufgabe des Bürgermeisters. Dieses Jahr bereitete es Hermann Falk besondere Freude, das Geheimnis des ersten Fensterls zu lüften. In Erinnerung an die letztjährige Aktion "Ein Christbaum für den Petersplatz" erstrahlte im Schaufensterlicht das von krebskranken Kindern der Thun-Stiftung gestaltete Modell der von der Stadt für 2600 Euro erworbenen Papst-Christbaumkugel. Rund 100 Besucher hatten sich auf dem Marktplatz eingefunden. Die Herzensblecher boten mit zwei Bläserweisen und dem von Maria Boßle arrangierten Kerzenschein-Landler einen feierlichen musikalischen Auftakt.

Als ein hoch emotionales Erlebnis, bei dem jedem die Tränen in den Augen standen, schilderte Falk die Übergabe der Kugel in Bozen. Graf Peter von Thun habe den Gästen aus Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg von der Freude der krebskranken Kinder erzählt, die beim Modellieren der Christbaumkugeln für den Papst-Christbaum und der Vorbereitung für die Begegnung mit dem Papst ihre Krankheit vergessen hätten. Mit der Aktion habe man eine Welle der Freude, des Glücks, der Wärme und tiefen Dankbarkeit ausgelöst. Falks Wunsch war es, dass die 23 Fensterlabende den Menschen diese Gefühle näher bringen: "Jeden Abend Begegnung haben, Gespräche führen, Hand in Hand auf Weihnachten zu, dem Fest des Friedens."

Nach seiner Ansprache wartete das Stadtoberhaupt mit der ergreifenden Geschichte "Josef sieht mehr" auf. In ihr wird beschrieben, wie ein Vater kein Verständnis dafür hat, dass sich sein Sohn Benjamin mit dem geistig zurückgebliebenen Josef abgibt. "Man sollte sich Freunde suchen, von denen man etwas lernen kann, die klüger sind als man selber ist", so das Credo des Vaters. Benjamins Schluss-Fazit: "Wenn Du meinst, dass der Josef dümmer ist als ich, dann ist es doch gut für den Josef, dass er mich hat, nicht wahr?"

Die Herzensblecher warteten mit Weihnachtsweisen auf wie "Deck the Hall", "Let it snow", "Jingle bells", "Rudolph the red nosed Reindeer" und "The first Nowell the angels did say". Den Reigen der Ansprachen beschloss Alfred Härtl, der Vorsitzende des Gewerbeverbands. Er dankte allen Geschäftsleuten und Mitwirkenden. Den Beschäftigten der Stadtverwaltung machte er ein Kompliment für die gelungene Gestaltung des Eröffnungsfensterls. Härtl wies auf die Spendenbox hin, die den Lebendigen Adventskalender täglich begleitet. Deren Inhalt ist für das Amberger Tierheim bestimmt. Nach dem offiziellen Teil nutzten die Besucher ausgiebig die Gelegenheit zum Plaudern. Sie stärkten sich an den von Trachtenvereinsmitgliedern betreuten Verpflegungsständen mit Glühwein, Lebkuchen und Bratwürstln.
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