Festabend mit Ehrungen
Im Sinne Kolpings gehandelt

Zu den Höhepunkten des Kolpinggedenktages gehörte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Von links: Altbürgermeister Helmut Rösch, Siegfried Waldhauser, Hermann Gebhard, Heribert Fleischmann, Hans Bösl (alle 60 Jahre), Vorsitzender Siegfried Schorner und Franz Reif (25 Jahre). Bilder: u (2)
Vermischtes
Hirschau
09.12.2016
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Die Kolpingfamilie verteilte Spenden in Höhe von 7000 Euro an (vorne, von links): Erika Papp, Helga Roderer (beide Hospizverein), Karin Neumüller, Tine Lang (beide Socialis for the Gambia), Julia Matzke, Roxana Fink (HvO), Adele Pscherer (SOS-Kinderdorf) und Marianne Gutwein (SkF); hinten, von links: 2. Kolping-Vorsitzender Lothar Meier, Eduard Freisinger (Vorsitzender Lebenshilfe), Dr. Andreas Fiedler (FLIKA), Kolping-Vorsitzender Siegfried Schorner und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann.

Adolph Kolping verstarb am 4. Dezember 1865. Auf den Tag genau 151 Jahre später gedachte die Kolpingfamilie am Sonntag ihres Gründers. Höhepunkte des Festabends im Pfarrheim waren Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Vergabe von Spenden an sozial tätige Organisationen.

Dem Festabend vorausgegangen war ein von Pfarrer Hans-Peter Bergmann zelebrierter Gottesdienst, bei dem der verstorbenen Mitglieder und Präsides gedacht wurde. Im Pfarrheim hieß Vorsitzender Siegfried Schorner im Kreis der Kolpingfamilie besonders die Vertreter der Organisationen willkommen, die bei der Veranstaltung mit Spenden in einer Gesamthöhe von 7 000 Euro bedacht wurden. Pfarrer Bergmann, zugleich Präses der Kolpingfamilie, erinnerte in seinem geistlichen Wort daran, dass Adolph Kolping erkannt hatte, wie hilflos die Gesellen ihren Arbeitsbedingungen ausgeliefert waren. Die Gründung der Kolpingfamilien sei ein Hoffnungszeichen gewesen. Er rief die Mitglieder auf, die Ideale des Gründers wie Offenheit und Christsein begeistert zu leben. Mit dem Hinweis, Familie sei auch ein Ort neuen Lebens, wünschte er ein Gelingen des notwendigen Verjüngungsprozesses der Mitgliederschar.

Als für Kolping wichtigstes Ereignis des Jahres 2016 erachtete Schorner die Erinnerung an die Seligsprechung Adolph Kolpings durch Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren am 27. Oktober 1991. Er warf die Frage auf, ob Kolping vielleicht Angst davor gehabt habe, dass sich seine Idee zu einer weltweiten Organisation entwickelt. Dies sei sicher nicht der Fall gewesen. Noch zu seinen Lebzeiten sei in der USA im Jahr 1856 eine Kolpingfamilie gegründet worden.

Keimzelle Familie

Als wichtig erachtete es Schorner, dass alle Kolping-Organisationsebenen ehrenamtlich geleitet und alle Einnahmen und Ausgaben veröffentlicht werden. Dies beginne bei den Keimzellen, den Kolpingfamilien vor Ort über die Bezirks- und Diözesan- und Landesverbände bis hin zum Kolpingwerk Deutschland, dem Nationalverband. Die Nationalverbände seien zu Kontinentalverbänden zusammengeschlossen. Diese wiederum stünden zusammen für das Internationale Kolpingwerk. Dieses umfasse 7 400 Kolpingfamilien mit über 400 000 Mitgliedern in 61 Ländern.

An den Anfang der Ehrungen stellte der Vorsitzende das Kolping-Zitat "Anfangen ist oft das Schwerste, Treubleiben aber das Beste!" Letzteres hätten die Jubilare über Jahrzehnte beispielhaft vorgelebt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Franz Reif geehrt, für jeweils 60 Jahre Hans Bösl, Heribert Fleischmann, Hermann Gebhard, Altbürgermeister Helmut Rösch und Siegfried Waldhauser.

Das "Tätigsein am Menschen" setze die Kolpingfamilie Hirschau alle Jahre durch Spenden an sozial tätige Organisationen um. Grundstock für die Spendenvergabe seien die Altkleider- und -papiersammlungen. Schorners Dank galt allen, die bei den Sammelaktionen mithelfen oder die Sammelstelle an der Wolfgang-Droßbach-Straße betreuen, allen voran Walter Widder. Dieses Jahr könne man 7 000 Euro vergeben. Der Vorstand habe beschlossen, den Hospizverein Amberg, den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), das SOS-Kinderdorf Immenreuth, die Hilfsorganisation "Socialis for the Gambia", die Hirschauer Helfer-vor-Ort-Gruppe, die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach, dem Förderverein FLIKA Amberg, Pater Konrad Fischer, Pater Reinaldo Brumberger in Bolivien und das Internationale Kolpingwerk zu unterstützen.

Beim Blick nach vorne wies Schorner auf die nächste große Altkleidersammelaktion am Samstag, 8. April, hin. Freuen könne man sich schon jetzt auf die Aufführungen der Kolping-Theatergruppe. An den letzten beiden Wochenenden im Januar (21./22. und 28./29.) spielt das Ensemble auf der Bühne im Josefshaus den Schwank "Das sündige Dorf".
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