Ganz Weiher in Feierlaune
Drei Tage Kirwastimmung am Fuß des Rotbühls

Der Walzer endete mit der Krönung von Stefanie Marxner und Maximilian Heinrich zum Oberkirwapaar.
Vermischtes
Hirschau
07.07.2017
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Wenn in Weiher Kirwa gefeiert wird, ist beste Stimmung garantiert. Jahrzehntelang feierte man das Brauchtumsfest mitten im Dorf. Zuerst beim Kaspern, dann beim Müllner, seit 2009 auf dem Sportplatz am Fuß des Rotbühl. Der idyllische Fleck erwies sich zum neunten Mal als ideales Festgelände.

Weiher. (u) Die ursprünglich tristen Wetterprognosen bewahrheiteten sich nicht. Kurz vor dem Aufstellen des 28 Meter hohen, von der Kirchenverwaltung gestifteten Baumes ging noch ein Regenschauer nieder. Ab dann hatte St. Petrus ein Einsehen mit den Veranstaltern, den Weiherer Kirwaleit und der Feuerwehr. Der abendliche Auftakt hätte nicht besser sein können. Das Trio D'Boazn Briada feierte eine Premiere par excellence. "Einfach bombastisch!", kommentierten die Gäste den Auftritt der drei Musikanten, die ihr Publikum mit ihren Darbietungen mitrissen. Der Auftrag an die Veranstalter: "Döi drei möißt's für nächt's Johr glei wieder vopflicht'n!"

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, den Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann in der Dorfkirche zelebrierte. Wie es sich gehört, waren die elf Kirwapaare bei der Messfeier komplett präsent. Ausgangspunkt der Predigt war das Zitat aus dem Hohen Lied "Steh auf, meine Freundin, eile und komm!", das über dem Altarbild der Weiherer Kirche geschrieben steht. Man könnte es als Einladung zur Feier des Kirchweihfestes nehmen - noch dazu, wo Jesus im Sonntagsevangelium fordert, niemanden mehr zu lieben als ihn. Keiner dürfe den andern fernhalten von Gott. Es gelte miteinander als neue, in Christus lebende Menschen vor ihn hinzutreten, den anderen mitzunehmen, dies nicht nur als Kirwapaare. Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kirwapaare, angeführt von den Allerscheynst'n, auf dem Sportplatz zum Baumaustanzen ein. Seit Wochen hatten die Boum und Moidln unter der Regie von Dieter Kohl fleißig dafür geübt - dies mit Erfolg. Die zahlreichen Zuschauer klatschten reichlich Beifall für die boarischen Figuren, die Kutschen, die Sternpolka und den Zwiefach'n "Staamauer". Der abschließende Ehrenwalzer endete mit der Krönung von Stefanie Marxner und Maximilian Heinrich zum Oberkirwapaar. Ab dem Spätnachmittag sorgte Alleinunterhalter Michael Demleitner bis in die Abendstunden für Stimmungsmusik. Emotional wurde es im Zelt, als er verkündete, letztmalig bei der Weiherer Kirwa gespielt zu haben.

Am Kirwamontag ging es rund im Dorf beim Kirwabärtreiben. Dieses Mal erwischte es den Ex-Oberkirwaburschen Michael Glaser. Er wurde - wie gehabt - mit Köichln und Bier besänftigt. Beibehalten wurde die Tradition, das Treiben mit dem Baden im Dorfweiher zu beschließen, um die schwarze Farbe wieder loszuwerden. Abends war es an den Hopfenzupfern, für Stimmung zu sorgen. Letzter Akt war die Verlosung des Baumes, der in Weiher bleibt und nun Nicole Ott gehört.
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