Herbergssuche zum Abschluss des Lebendigen Adventskalenders in Hirschau
Stern weist Weg zur Krippe

Die Engel verkündeten den Hirten die frohe Botschaft von der Geburt Jesu. Bilder: u (2)
Vermischtes
Hirschau
27.12.2016
23
0
 
Schroff und hartherzig abgewiesen wurden Maria (Sina Lottner) und Josef (Maximilian Stein) vom Herbergswirt (Dieter Held, rechts).

Einen stimmungsvollen Abschluss fand der Lebendige Adventskalender. Gut 350 Besucher fanden sich im Schlosshof ein, um die Herbergssuche mitzuerleben. Mit dem Stück setzte die Kolping-Theatergruppe das i-Tüpfelchen auf vorangegangene 22 Abende, an denen sich täglich bis zu 200 Erwachsene und Kinder zum Fensterln trafen.

Roter Faden des szenischen Spiels aus der Feder von Christina Wisneth waren die biblischen Berichte - beginnend mit der Verkündigung des Erzengels Gabriel an Maria und endend mit der Ankunft der heiligen drei Könige an der Krippe zu Bethlehem. Die das Geschehen erläuternden Texte trug Richard Wisneth vor. Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Abends leistete das Bläsersextett mit Jürgen Enderer, Michael Rindfleisch, Norbert und Nicole Allwang (alle Trompete), Thomas Stark (Tenorhorn) und Alexander Götz (Tuba), die Advents- und Weihnachtsmelodien spielten.

In Oberpfälzer Mundart

Die Darsteller überzeugten in ihren Rollen. Sie demonstrierten dabei, dass sich die Oberpfälzer Mundart sehr gut eignet, sowohl die Nöte des nach einer Unterkunft suchenden heiligen Paares als auch die Lieblosigkeit und Profitgier der Quartierbesitzer treffend auszudrücken. Die Handlung begann mit der Verkündigung des Erzengels Gabriel (Kerstin Ackermann). Maximilian Stein (Josef) und Sina Lottner (Maria), die sich nach Verkünden des kaiserlichen Befehls durch den römischen Legionär (Philipp Amann) auf den Weg nach Bethlehem machten, verstanden es glaubwürdig, ihre Betroffenheit über die Hartherzigkeit der Herbergswirte (Hans Fleischmann, Dieter Held) zum Ausdruck zu bringen.

Engel verkünden Geburt

Staunend reagierten die Hirten (Ludwig Schmid, Florian Koller, Ludwig Koller, Julius Lottner, Lucas Richter), als ein Stern erstrahlte, eine Schar Engel erschien und die Geburt des Jesuskinds verkündete. Der Stern wies auch den drei Königen - Erhard Ackermann (Kaspar), Andy Meindl (Melchior), Markus Dittrich (Balthasar) - den Weg zur Krippe. Das Publikum belohnte die Darbietungen mit viel Beifall.

Gewerbeverbandsvorsitzender Alfred Härtl freute sich über den gelungenen Abschluss des 16. Lebendigen Adventskalenders. Er zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe. Nach vorsichtigen Schätzungen dürften es über 3000 Besucher gewesen sein, die sich während der drei Wochen die vorweihnachtliche Atmosphäre beim Öffnen der Adventsfenster nicht entgehen ließen. Seit der Einführung im Jahr 2001 habe man rund 40 000 Besucher gezählt. Die besinnlich gestalteten Abende sollten "ein Gegenpol zum Konsum auf den Weihnachtsmärkten und ein Ruhepol in der oft so hektischen Adventszeit sein". Dies sei Dank der Mitwirkung der Musik- und Gesangsgruppen, der Kindergärten und Schulen sowie der Gedichte- und Geschichtenleser gelungen.

Dem Heimat- und Trachtenverein und der Familie Sommerer sei es zu verdanken, dass das Kulinarische nicht zu kurz gekommen sei. Die Feuerwehr habe den Straßenverkehr geregelt. Voraussetzung sei gewesen, Geschäftsleute für das Mitmachen und Dekorieren ihrer Schaufenster zu gewinnen. Ausdrücklich unterstrich Härtl den sozialen Charakter des Lebendigen Adventskalenders. Der Abschlussabend war die letzte Gelegenheit, für das Amberger Tierheim zu spenden.

Für den Heimat- und Trachtenverein stellte Alfred Naber fest, dass ohne Alfred Härtl die Veranstaltung nicht denkbar wäre. Härtl hatte 2001 Josef Dobmeyers Idee aufgegriffen. Seither gab es nicht einen Adventsfensterlabend, an dem Härtl nicht präsent gewesen ist und die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen hätte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.