Jahreshauptversammlung der Hirschauer Feuerwehr
Den Kommandanten plagen Nachwuchssorgen

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hirschau werden Feuerwehrleute für langjährigen aktiven Dienst geehrt (von links): Kommandant Sebastian Jasinsky, stellvertretender Kommandant Claus Meyer, Marco Künzel, Patrick Künzel, Josef Frey, Albert Sterk, Lukas Haas, Stefan Rieck und Vorsitzender Michael Schuminetz. Bild: u
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Hirschau
29.03.2018
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Exakt 3794 Stunden für 85 Einsätze und 162 Übungen und Unterrichte - so liest sich in nüchternen Zahlen die Bilanz 2017 für die 64 Aktiven der Feuerwehr Hirschau. Ihnen gilt der besondere Dank bei der Jahreshauptversammlung.

Der Rückblick sowie Ehrungen und Beförderungen waren die Schwerpunktthemen bei der Veranstaltung im Florians-Stüberl des Feuerwehrhauses.

Bei den 85 Einsätzen rückten die Aktiven nach Angaben von Kommandant Sebastin Jasinsky 17 Mal zur Brandbekämpfung aus. 14 Mal wurde man zu Verkehrsunfällen gerufen, darunter auch zu einem tödlichen. Der Rest unterteilte sich in Verkehrsabsicherung und Fahrbahnreinigung nach Verkehrsunfällen, der Beseitigung von Sturmschäden oder Dienstleistungen für die Stadt. Die Drehleiter wurde zu fünf überörtlichen Einsätzen gerufen. Außerdem wurde mit ihr eine Einsatzübung bei den Hochhäusern am alten Brunnen durchgeführt. Auch acht Fehlalarme, ausgelöst durch defekte Brandmeldeanlagen, waren zu verzeichnen. Rein rechnerisch war jeder Feuerwehrler rund 59 Stunden im Einsatz.

Meist in Hauptarbeitszeit

Die meisten Alarmierungen erfolgten zwischen 6 und 13 Uhr, also zur Hauptarbeitszeit. Im Durchschnitt stehen um diese Zeit zwölf Feuerwehrleute zur Verfügung, sieben davon sind bei der Stadt Hirschau beschäftigt. In diesem Zusammenhang dankte Jasinsky Bürgermeister Hermann Falk dafür, dass er bei Neueinstellungen immer ein Augenmerk auf die Feuerwehr legt. Es gebe immer mehr Firmen, die Beschäftigte für einen Feuerwehreinsatz freistellen. Insgesamt wurden mit den Feuerwehrfahrzeugen 10 004 Kilometer zurückgelegt.

An der 90 Stunden umfassenden Truppmannausbildung beteiligten sich elf Aktive mit Erfolg. Eine Löschgruppe absolvierte die Leistungsprüfung THL, mehrere Aktive besuchten Lehrgänge. Größte Anschaffung des Jahres 2017 war das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Außerdem wurden Schläuche, Funkgeräte, ein Rollwagen für die Atemschutzüberwachung und Ergänzungsmaterial für die Absturzsicherung der Drehleiter beschafft.

Für 2018 plant die Wehr den Kauf von Einsatzspinden und von roten Winter- und Jugendjacken. Im Feuerwehrhaus ist die Sanierung einer Toilette und der Fenster im Unterrichts- und Wachraum sowie im Kommandantenzimmer geplant. Dass in naher Zukunft weitere Fahrzeugbeschaffungen nötig werden, zeigte die von Jasinsky präsentierte Statistik. Das LF 8 ist bereits 31 Jahre alt, das TLF 29 und das MFZ 20 Jahre alt.

Gemeinsam mit Vorsitzendem Michael Schuminetz nahm Jasinsky die Ehrung langjähriger aktiver Mitglieder vor. Erwin Panzer wurde für 30 Jahre ausgezeichnet, Albert Sterk für 25 Jahre, stellvertretender Kommandant Claus Meyer, Michael Lang, Patrick und Marco Künzel für jeweils 20 Jahre und Tobias Fehlner für 10 Jahre. Jacqueline Schmid sowie Lukas Haas und Stefan Rieck wurden zu Feuerwehrfrau/-männern befördert.

Ohne einen Unfall

Für Jasinsky war es besonders erfreulich, dass alle Einsätze und Übungen ohne Unfall und Blessuren gemeistert wurden. Eine Sorge sprach der Kommandant abschließend noch an: Der Feuerwehr Hirschau fehlt es an Nachwuchs.

Er appellierte an alle Aktiven, Werbung für die Wehr zu machen. Freunde und Bekannte könnten zu Besichtigungen eingeladen werde. Er bat um Unterstützung für Jugendwart Nico Schuminetz, damit man 2019 weiter eine schlagkräftige Jugendgruppe in Hirschau habe.
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