06.03.2018 - 17:06 Uhr
Hirschau

Leben nach dem Monsun-Hochwasser Africa Luz hilft in Sauraha

Im August hatte der Monsun in Nepal gewaltige Überschwemmungen verursacht. Auch in Sauraha, wo sich die Organisation Africa Luz seit 2008 engagiert. Die Wassermassen haben auch das Kinderhaus Professor Dausch überflutet. Seit einiger Zeit baut man dort wieder alles auf.

Schnellstmöglich will Africa Luz mit dem Aufschütten und Befestigen der Einfahrt zum Notfallkrankenhaus und des Schulhofs in Sauraha beginnen. Dafür hat Professor Dieter Dausch an den Koordinator vor Ort, Shir Lal Pariyar, eine 5000-Euro-Spende übergeben. Bilder: u (2)
von Werner SchulzProfil

Hirschau/Sauraha. Es geht voran: Diese erfreuliche Botschaft erfuhr der Vorsitzende der deutschen Organisation von Africa-Luz Professor Dieter Dausch, aus erster Hand - von Shir Lal Pariyar. Er ist Vorstandsmitglied von Green Society Nepal, die seit Jahren die Africa-Luz-Projekte betreut. Er ist es auch, der in Sauraha die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe koordiniert.

Die Wassermassen hatten auch das Kinderhaus Professor Dausch samt der Nähschule und den "Elephant-Dung-Paper-Shop" meterhoch überflutet, außerdem das Erdreich bei der Einfahrt zum Notfallkrankenhaus und im Schulhof um fast vierzig Zentimeter abgetragen. An den Gebäuden war kein Schaden entstanden. Dennoch wurden etwa 30 Familien, deren Häuser von den Fluten total zerstört wurden, obdachlos. Jeder dieser Familien hatten Geschäftsführerin Bärbel Birner und Isabelle Haustein Anfang November bei ihrem Nepal-Besuch als Unterstützung für den Bau eines neuen Zuhauses je 500 Euro überreicht. Möglich war dies dank einer 20 000-Euro-Spende von Klaus und Gertrud Conrad.

Nähmaschinen benötigt

Von Shir Lal Pariyar mitgebrachte Fotos dokumentierten, dass sich die Betroffenen mit ganzer Kraft an die Arbeit gemacht haben. Einige Häuser sind bereits bezogen, andere sind kurz vor der Fertigstellung. Erleichtert waren Dausch und seine Africa-Luz-Mitstreiter über die Nachricht, dass die Hochwasserschäden im Kinderhaus beseitigt sind und in der Einrichtung wieder Normalbetrieb herrscht. Täglich werden rund 50 Kinder betreut und mit Essen versorgt.

Noch nicht genutzt werden kann jedoch die Nähschule. Deren Gerätschaften waren durch den Schlamm vollkommen unbrauchbar geworden. Neue Nähmaschinen müssen erst noch beschafft werden.

5000-Euro-Spende

Schnellstmöglich will man mit dem Aufschütten und Befestigen der Einfahrt zum Notfallkrankenhaus und des Schulhofs beginnen. Shir Lal Pariyar brachte zum Treffen in Hirschau eine Planung mit. Die Gestaltung fand in der Africa-Luz-Runde allgemeine Zustimmung. Dass die auch kein Lippenbekenntnis ist, untermauerte Dausch mit der Übergabe einer 5000-Euro-Spende. Das Geld ist unter anderem für den Kauf von Pflastersteinen gedacht. "Das ist bis zu eurem nächsten Besuch in Sauraha erledigt", versprach Shir Lal Pariyar den Verantwortlichen in Hirschau.

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