15.02.2018 - 20:00 Uhr
Hirschau

Ludmilla und Andreas Schertl aus Hirschau seit 60 Jahren verheiratet Diamantenes Paar

Seit 60 Jahren sind Ludmilla und Andreas Schertl aus Hirschau verheiratet. Nun feierten die beiden im Kreis von Familie, Verwandten und Freunden diamantene Hochzeit. Zu den Gratulanten gehörten auch Bürgermeister Hermann Falk und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann.

Ludmilla und Andreas Schertl (vorn) feiern diamantene Hochzeit. Ihnen gratulieren (hinten, von links): Johanna Bauer, die Freundin von Enkel Dennis Schertl, Tochter Andrea Schertl, Pfarrer Hans-Peter Bergmann, Roland Maier, Maria Maier und Bürgermeister Hermann Falk. Bild: fg
von Autor FGProfil

Ludmilla wurde in Oberschlesien geboren, erlebte 1945 als Achtjährige eine abenteuerliche Flucht, ehe sich die Familie schließlich in Großschönbrunn niederließ. Der Ort blieb ihre zweite Heimat bis zur Hochzeit mit Andreas Schertl, der aus Hannesreuth stammt. So richtig gefunkt hat es zwischen den beiden 1957 im Gasthaus Maier in Tanzfleck. Dort, so hatte Schertl gehört, sollte eine neue Bedienung arbeiten. Der erste gemeinsame Motorradausflug führte zum Monte Kaolino. Standesamtlich wurde 1958 in Sigras geheiratet, kirchlich in Großschönbrunn. Ein Jahr später folgte der Umzug nach Hirschau, wo Andreas Schertl bei der Metzgerei Band beschäftigt war. 1962 zogen die beiden nach Hannesreuth um. Das Ehepaar bewirtschaftete den elterlichen Bauernhof des Mannes. 1969 wurden Andreas und Ludmilla Schertl endgültig in Hirschau sesshaft und führten zunächst zwei Jahre lang das damalige Hotel Post am Marktplatz.

Da gehörten schon seit acht Jahren die beiden Neffen Roland und Manfred Maier zur Familie, deren Mutter, Ludmillas Schwester Martha, im Kindbett verstorben war. In dieser Notsituation nahm das Ehepaar Schertl die beiden Jungen dauerhaft bei sich auf. Da sich der Kinderwunsch nicht erfüllte, entschlossen sie sich, ein Kind zu adoptieren. Tochter Andrea war gerade einmal neun Tage alt, als sie 1973 zur Familie Schertl kam. 2009 kauften die Schertls die Obere Mühle in Hirschau und sanierten diese liebe- und mühevoll. Die beiden sind fit und sehr interessiert am täglichen Leben und der Politik. So hat neben der Amberger Zeitung auch der Computer seinen Platz im Alltag gefunden.

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