22.03.2017 - 20:10 Uhr
HirschauOberpfalz

Mitgliedzahl sinkt beim Gesangverein 1860 Hirschau: Verein sterben die Sänger weg

Renée Ehringer-Hoffmann bleibt für weitere drei Jahre Vorsitzende des Gesangvereins 1860 Hirschau. Bei der Jahreshauptversammlung wurde sie einmütig in dem Amt bestätigt, das sie seit 2013 innehat. Auch künftig muss sie ohne Stellvertreter auskommen, da sich für diesen Posten kein Kandidat fand.

Der Gesangverein 1860 wählte einen neuen Vorstand (von links): Schriftführer Hans Meindl, Chorleiterin Jana Müller, Kassenwart Michael Högl, Vorsitzende Renee Ehringer-Hoffmann, stellvertretender Gruppenvorsitzender Christian Fink, Ehrenvorsitzender Günter Übelacker, die Kassenprüfer Franz Dietz und Werner Huber, Passiven-Sprecher Dieter Hoffmann und der ausgeschiedene Schriftführer Wolfgang Köper. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Aktuell zählt der Verein noch 94 Mitglieder. 28 von ihnen wirken als aktive Sänger im Gemischten Chor oder im Ehenfelder Männerchor mit. Warum die Mitgliederzahl rückläufig ist, wurde zu Veranstaltungsbeginn deutlich, als Ehrenvorsitzender Günter Übelacker beim Totengedenken die Namen von 15 Mitgliedern verlas, die im Berichtszeitraum verstorben sind.

Proben zahlen sich aus

Dass weniger Mitglieder nicht weniger Vereinsaktivitäten bedeuten, zeigte der Bericht der Vorsitzenden. Demnach brachten es die Sänger des Gemischten Chors 2016 auf 174 Stunden an Proben, die des Männerchors auf 165 Stunden. Das Engagement hat sich laut Ehringer-Hoffmann ausgezahlt bei den durchwegs gelungenen Auftritten. Die Vereinschefin nannte unter anderem geistliche und Chorkonzerte, die Gestaltung von Gottesdiensten oder Auftritte beim Weihnachtsmarkt und beim Lebendigen Adventskalender sowie bei der Serenade im Seniorenheim St. Barbara. Die Sommerserenade im Schlosshof war mit rund 250 Zuschauern auf den Festspieltribünen wieder ein voller Erfolg.

Als herausragendes Ereignis stufte die Vorsitzende den zweitägigen Besuch im württembergischen Hirschau-Tübingen anlässlich der 175-Jahr-Feier des dortigen Liederkranzes ein, zu dem man seit 30 Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegt. "Ich bin stolz auf unsere Leistungen", meinte die Vorsitzende und appellierte an alle, weiter zusammenzuhalten, da man nur so das Niveau halten könne.

Lobende Worte für ihre Sänger fand auch Chorleiterin Jana Müller. Erfreut stellte sie fest, dass ihre Liedauswahl meist angenommen werde. Ein Problem sah die Dirigentin darin, dass manche Sänger berufsbedingt bei Proben fehlen und man mit dem Einstudieren wieder von vorn anfangen müsse. Sie hoffte, den Chor noch viele Jahre leiten zu dürfen. Renée Ehringer-Hoffmann ließ keinen Zweifel daran, dass man die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Müller gerne noch lange fortsetzen wolle.

Geschäftsführer Christian Fink von der Sängergruppe Amberg wies auf das Geistliche Konzert am Sonntag, 30. April, in Vilseck hin. Für November kündigte er einen zentralen Ehrungsabend der Sängergruppe in Ensdorf an. Dem Kassenbericht von Schatzmeister Michael war zu entnehmen, dass die Vereinskasse noch recht ordentlich gefüllt ist. Daher beschlossen die Anwesenden, die angedachte Beitragserhöhung auf 25 Euro zu verschieben.

Designiertes Ehrenmitglied

Wolfgang Köper hatte dem Gesangverein 1860 insgesamt 28 Jahre lang als Schriftführer gedient. Daneben war er vier Jahre Schatzmeister und zwei Jahre lang Kassenprüfer. Weil er nun nicht mehr kandidierte, erfuhr er bei der Versammlung eine besondere Würdigung. Renée Ehringer-Hoffmann überreichte ihm einen Geschenkkorb und seiner Frau Monika einen Blumenstrauß. Werner Huber erinnerte an seinen Antrag, Wolfgang Köper zum Ehrenmitglied zu ernennen. Das wurde von den Anwesenden einstimmig befürwortet. Die Auszeichnung erfolgt im November bei einem eigenen Ehrenabend.

Vorstand

Vorsitzende: Renée Ehringer-Hoffmann

Schriftführer: Hans Meindl

Schatzmeister: Michael Högl

Kassenprüfer: Werner Huber und Franz Dietz

Stimmsprecher: Hildegard Walch (Sopran), Gabi Meindl (Alt), Peter Butschek (Tenor) und Christian Fink (Bass)

Sprecher der passiven Mitglieder: Hans Moosburger und Dieter Hoffmann (u)

 

 

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