05.02.2018 - 14:36 Uhr
Hirschau

Eröffnung des Edeka-Marktes in Hirschau rückt näher Am 10. April hat das Warten ein Ende

Nach keinem Termin wird seit Wochen in Hirschau öfter gefragt als dem der Eröffnung des Edeka-Marktes. Läuft alles nach Plan, und davon gehen Regionalleiter Günter Fröber und die Architekten Alexander und Helmut Robl aus, ist es am Dienstag, 10. April, so weit.

Zum Ortstermin, zu dem Edeka-Regionalleiter Expansion Günter Fröber (Vierter von rechts) eingeladen hat, finden sich auf der künftigen Terrasse der Bäckerei Kredler auch Bürgermeister Hermann Falk (Zweiter von rechts), die Architekten Alexander Robl (links) und Helmut Robl (Dritter von links), Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch (Vierter von links, der künftige Marktbetreiber Markus Schiml (Dritter von rechts) und Bäckerei-Chefin Susanne Kredler (Zweite von links) ein. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Bürgermeister Hermann Falk machte beim Ortstermin keinen Hehl aus seiner Freude über diese Nachricht: "Unsere Bevölkerung wartet darauf." Die Maßnahme habe eine lange Vorgeschichte.

Die ersten Überlegungen, an dieser Stelle einen Einkaufsmarkt anzusiedeln, gehen bis in das Jahr 2007 zurück, als eine Projektentwicklungsgesellschaft die Neuordnung der Fläche südlich der Altstadt ins Auge fasste. Bis zum 9. Januar 2013 dauerte es, bis der Stadtrat den Beschluss über die teilweise Aufhebung des Bebauungsplans "Südöstliche Altstadtspitze" fasste. Der Stadtrat beschloss die Aufstellung des Bebauungsplans "An der B 14" mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans ab Ende 2013.

Ab September 2014 trat man in direkte Verhandlungen mit der Edeka Nordbayern über die Bebauung der stadtnahen Grundstücke ein. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan wurde am 28. Februar 2017 gefasst. Im städtebaulichen Vertrag vom 30. März 2017 zwischen Hirschau und Edeka ist unter anderem geregelt, dass die Stadt einen öffentlichen Fuß- und Radweg einrichtet, der den Unteren Marktplatz auf Höhe der Raiffeisenbank auf kurzem Weg mit dem Markt und weiter der Bundesstraße 14 verbindet.

Bürgermeister Falk: "Der Markt steht nicht irgendwo auf der grünen Wiese, sondern in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns." Die Wegstrecke sei in einem von der Stadt beauftragten städtebaulichen Entwicklungskonzept (SEK) erarbeitet worden. Zur Vorbereitung auf den Wegebau werde demnächst das ehemalige Braun-Anwesen abgebrochen. Die Baugenehmigung für die Errichtung des Marktes sei am 7. Juni 2017 ergangen. Zwischen Altstadt und Markt werde eine parkähnliche Grünfläche mit Ruhebänken geschaffen. Auf diesen städtebaulichen Akzent habe die Regierung der Oberpfalz während des gesamten Bauleitverfahrens größten Wert gelegt.

Wie Falk betonte auch Regionalleiter Günter Fröber, dass die Gespräche und Verhandlungen zwischen Stadt und Markt stets äußerst konstruktiv verlaufen seien. Man habe lange gemeinsam für den Standort gekämpft und befinde sich nun auf der Zielgeraden.

Der Zeitplan werde eingehalten. Die Parkplätze und Außenanlagen seien ziemlich fertiggestellt. In knapp zwei Wochen werde man mit der Verkleidung des Gebäudes beginnen. Den Einkaufsmarkt errichte die Weidener Firma Robl Projektgesellschaft als Generalunternehmer, für Anfang März ist die schlüsselfertige Übergabe geplant.

Im Markt werden die Kunden auf einer Verkaufsfläche von fast 1800 Quadratmetern ein Sortiment von 20 000 bis 22 000 Artikel mit regionalen Produkten vorfinden. Rund 300 Quadratmeter davon entfallen auf die Drogerie-Fachabteilung. Auf sie warten die Hirschauer nach Aussage von Bürgermeister Falk ganz besonders, da man seit Jahren keine Drogerie mehr im Ort habe. Im Markt soll es auch eine Metzgerei und einen Imbiss-Bereich mit frisch zubereiteten Spezialitäten geben. Vertreten sein wird ebenfalls die einheimische Bäckerei Kredler mit einem 25 Quadratmeter großen Backshop und einem 65 Quadratmeter großen Café. Hinzu kommt eine Außenterrasse.

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