03.07.2017 - 20:00 Uhr
HirschbachOberpfalz

Kräuterspaziergang mit der Buchautorin Markusine Guthjahr am Geierfelsen Duft von Majoran in der Nase

Pruppach. Die Geier-Wally ist vielen noch als Heimatfilm in Erinnerung, aber nur wenige SRZ-Leser werden den Geierfelsen kennen. Er erhebt sich in der Nähe des Ortes Pruppach bei Königstein. Einst war der hohe, schroffe Felsen weithin zu sehen. Heute ist er hinter Bäumen verschwunden. Dieses Terrain wählte die Buchautorin Markusine Guthjahr für einen abendlichen Kräuterspaziergang aus.

Markusine Guthjahr erklärte die Wirkstoffe der Pflanzen und gab Hinweise, wie sie zu verwenden sind. Bild: wku
von Autor WKUProfil

Die Teilnehmer scheuten auch weite Weg nicht und kamen bis aus Freudenberg, Amberg oder Pegnitz. Guthjahr zeigte ihnen eine Postkarte aus dem Jahr 1907, auf der sie den freien und unbewachsenen Geierfelsen sehen konnten, auf dem ein Jäger am Abgrund stand. Sie erklärte, dass es früher in der Gegend um Königstein eigentlich keine Geier gab. Allerdings wurden damals die Adler Geier genannt. Vom Geierfelsen herab spähten sie nach Beute aus. Ein herrliches Panorama bot sich den Gästen bei der Tour. Der Blick reichte bis zum Poppberg im Birgland.

Kräuterexpertin Guthjahr machte darauf aufmerksam, was alles auf den Wiesen wächst. Der Duft des wilden Majoran war deutlich zu riechen. Ehrenpreis, wilde Minze, Breitwegerich, Giersch und Johanniskraut und ihre besonderen Wirkstoffe wurden von ihr erklärt.

Ein idyllisches Plätzchen ist die Dorfhüll in Pruppach. Hier holten die Bewohner früher Wasser. Zwei Damen aus dem nahen Wildenhof mussten gestehen, dass sie hier noch nie waren. Daneben war der größere Löschteich der Ruhrgas zu sehen. Danach ging's zu einem Kräuterpicknick im Biergarten des Gasthofs Elsabauer in Pruppach.

Hier hatten die Vorsitzende des Tourismusvereins, Heidi Ziegler, und Markusine Guthjahr eine Ausstellung von Likören, Marmeladen und getrockneten Kräutern vorbereitet. Bewirtet wurden die Gäste mit selbst gemachten Camembert-Kräuter-Brotaufstrich, Holunder-Apfel-Gelee, Rosengelee, Tomaten-Bruschetta und Baguette. Als Nachspeise gab es Rosmarin-Kipferl und Holunderlikör.

Gisela aus Auerbach, die zum ersten Mal bei der Kräuterführung dabei war, erklärte: "Schöne Plätze habe ich gesehen. Ich bin total begeistert, ich komme wieder!"

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