22.05.2017 - 20:00 Uhr
HirschbachOberpfalz

Gesangverein Liederkranz Hirschbach feiert 125 jähriges Bestehen: Wo man singt, da lass dich nieder

Zuerst ein ökumenischer Gottesdienst und dann noch ein Konzert mit den befreundeten Chören auf dem Hammerhof, ein Bürgermeister, der den Regen nicht herbeireden wollte, und ein Pfarrer-Duo, das für seine Predigt sogar Spontan-Applaus bekam: Wer das verpasste, war nicht bei der 125-Jahr-Feier des Gesangvereins Liederkranz.

Alle Chorleiter und Chronist Paul Haller werden von Vorsitzender Christine Ludwig mit kleinen Geschenken bedacht von links
von Pauline ReglerProfil

(rrd) Pfarrer Gerhard Durst und sein katholischer Amtsbruder Pfarrer Roland Klein brachten es mit ihrer "Predigt" auf den Punkt: Eigentlich sollte jeder Gottesdienst umrahmt werden vom Liederkranz Hirschbach. Der Gemischte Chor ist ja auch ökumenischer Kirchenchor, der beide Konfessionen verbindet, wie die Pfarrer einhellig feststellten. Über die richtige Liedauswahl bei den Gottesdiensten kamen sie dann zu den verschiedenen Berufsgruppen, für die beide Konfessionen passende Kirchenlieder parat haben.

In einem heiteren Dialog folgte Beispiel auf Beispiel, das mit einem spontanen Beifall in der dicht gefüllten St.-Wolfgangs-Kirche endete. Selbstverständlich umrahmte der Jubelchor, geleitet von Regina Rösch, die ökumenische Feier, dazu noch der Posaunenchor mit Jörg Tippmann als Dirigent und Maximilian Hutzler an der Orgel. "Fast jede Hirschbacher Familie ist mit unserem Traditionsverein verbunden": Vorsitzende Christine Ludwig wies damit auf die neue Chronik den Gesangvereins hin, in vielen Nächten von Paul Haller geschrieben. Dieter Märkel, Vizepräsident des Fränkischen Sängerbundes, überreichte eine gerahmte Urkunde zum Jubiläum und sprach vom Spiegelbild der jeweiligen Zeit und dass die Freude am gemeinsamen Singen geblieben ist.

"Liederliche Auftritte"

Bürgermeister Hans Durst sagte Dank im Namen der Bürger, er wollte sein Grußwort kurz halten, um nicht den Regen wieder "herbeizureden". Pfarrer Gerhard Durst hatte den Auftrag, auch die Glückwünsche von Pfarrer Konrad Schornbaum auszurichten und unterstrich seine Dankesworte mit einem Kuvert. Pfarrer Roland Klein brachte selbst angebaute Flüssigkeiten als Geschenk. Weiterhin gemeinsame "liederliche Auftritte" wünschte Posaunenchor-Obmann Manfred Bock.

Die Worte und Lieder während des Festgottesdienstes wirkten Wunder, und beim Chorkonzert auf dem Hammerhof lachte die Sonne vom Himmel. "Wir grüßen mit Gesang" passte wohl treffend für die Gastgeber. Mit dem Kirchenchor Eschenbach unter Leitung von Gerhart Neubauer, dem Männergesangverein Eschenfelden 1862 mit Heinrich Heim als Dirigent, dem Gospelpopchor "Esbecial" Eschenbach unter Leitung von Sonja Durst und den Musikkindern vom Kindergarten Eschenfelden, angeführt von Heide Burkhart, wurde ein weiter Bogen gespannt mit Volksweisen, Schlagern, traditioneller afrikanischer Musik, Musik von Ludwig von Beethoven.

Singen macht Spaß

Ein selbstkomponiertes Musikstück vom langjährigen und erst vor kurzem verstorbenen Chorleiter Sepp Gössl steuerte der Posaunenchor bei. "Singen macht Spaß" sangen alle Chöre gemeinsam sozusagen als Höhepunkt des Nachmittags. Aus den Händen der Vorsitzenden gab es für alle Chorleiter und auch den "Chronisten" Paul Haller ein kleines Dankeschön, ebenso an alle Spender und Unterstützer.

Neben der Labsal für die Seele wurde das leibliche Wohl auch nicht vergessen. Unterstützung erfuhr der Jubelchor von den Mitgliedern des Gartenbauvereins Hirschbach, die sich um Kaffee und Kuchen kümmerten, und vom Förderverein Hirschbach, der mit Herzhaftem und Bratwürsten aufwartete und den Durst stillte. Petrus hatte ein Einsehen mit den Sängern und auch den vielen Zuhörern - aber nur, solange er musikalisch gestreichelt wurde.

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