Ingrid Gericke plaudert in Hirschbach aus dem Nähkästchen der "Blechernen Sait'n"
Sie textet gern, wenn sie sauer ist

Für den Erhalt des Freibads verzichteten (von links) Marina Regler, Ingrid und Franz Gericke auf eine Gage. Bild: rrd
Lokales
Hirschbach
19.07.2014
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Zu seinem ersten Kleinkunst-Bühnenabend lud der Förderverein Freibad Hirschbach ins Terrassenfreibad an der Hasenleite ein. Ralf Schneider, stellvertretender Vorsitzender, dankte den "Blechernen Sait'n", die den Abend ohne Gage gestalteten. Somit kommt der Erlös komplett dem Erhalt des Freibads zugute.

Ingrid und Franz Gericke aus Schnaittenbach sind in Hirschbach keine Unbekannten mehr, seit sich Marina Regler zu ihnen gesellt hat. Die Zusammensetzung mit Tuba und Zither fällt etwas aus dem Rahmen. Marina Regler ergänzt das "Zwio" mit ihrem selbst gebauten Raffele-ähnlichen Instrument und der Zither. Ab und zu lässt sie auch ihr Hümmelchen tönen.

Kurzweilig und unterhaltsam gestaltete sich der Abend. Zwischen den Liedern gab es immer wieder witzige Geschichtchen zu hören. Ingrid Gericke verriet dem Publikum, dass sie alle Texte selber macht - vor allem dann, wenn sie sich über etwas ärgert.

Viele leidgeprüfte Gartenbesitzer fanden sich im "Nacktschneck" wieder, der glaubhaft und bravourös von Franz Gericke gesungen wurde. Ingrid war in diesem Fall die Jägerin, die dem Nacktschneck den Garaus machen wollte.

Probleme bereiteten auch ein "Muck" oder der Online-Tick. Ganz andere Töne kamen zum Vorschein, wenn Ingrid Gericke von ihren Träumen sang, die sehr "mörderisch" ausfallen; die Musik dazu passend theatralisch. Selbstverständlich durften auch ihre "von Funk und Fernsehen" bekannten Stücke nicht fehlen, wie "Alte rucks Geld raus" oder das "Specklied".

Die "Blechernen Sait'n" spannten einen weiten Bogen von bodenständiger Volksmusik und Couplets bis hin zu modernen, fast rockigen Liedern. Romantische Instrumentalstücke, gespielt mit zwei Zithern und Tuba, luden zum Träumen ein. In der Pause schauten die Besucher dem Lichtspiel des Sonnenuntergangs an der Mittelbergwand zu.

Die Vorstandschaft hatte auf der Freifläche für ein stimmungsvolles Ambiente gesorgt, auch schon im Hinblick auf das Badfest am folgenden Tag. Allerdings spielte der Himmel dabei nicht so richtig mit; trotz des Gottesdienstes, den Pfarrer Gerhard Durst mit der Unterstützung des Posaunenchors hielt. Später boten drei Viertel der Gruppe "Saigat'n" kostenlose volksmusikalische Unterhaltung. Dabei waren Florian und Maxi Gössl sowie Marco Regler mit Kontrabass, Gitarre und Akkordeon.
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