Abriss und Ausweisung von Baugrundstücken steht nicht mehr zur Debatte
Gemeinde will Schule verkaufen

Politik
Hirschbach
23.12.2016
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Einige kostenträchtige Beschlüsse fasste der Hirschbacher Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres. Auch für das leerstehende Schulhaus in Eschenfelden wurde eine Marschrichtung festgelegt.

Gegen eine Stimme fiel die Entscheidung, den Verkauf des Gebäudes voranzutreiben und einen Makler einzuschalten. Die Variante, die frühere Schule abzureißen und zu Bauplätzen zu machen, verwarf der Gemeinderat.

Stolzer Quadratmeterpreis

Werner Renner vom Ingenieurbüro Renner+Hartmann Consult rechnete vor, dass der Quadratmeter auf über 100 Euro käme. Das schien sowohl den Räten als auch Bürgermeister Hans Durst nicht diskutabel. Einen Zuschuss, um einen Bauplatz für 50 Euro pro Quadratmeter anzubieten, könne sich die Gemeinde nicht leisten. Die jährlichen Kosten des Leerstands liegen bei 5000 Euro. Den Vertrag mit dem Maklerbüro wird auf ein Jahr befristet.

Hauptpart von Werner Renner in der Sitzung war es aber, die überarbeiteten Pläne für den Rathausvorplatz und die Zufahrt zum Energiegebäude vorzustellen. Vor der Gemeinde-Zentrale in Eschenfelden soll eine Busspur entstehen, dahinter insgesamt sechs Parkplätze. Zwei davon sind für Behinderte vorgesehen. Den Zugang zum Rathaus erleichtert ihnen eine Rampe. Eingeplant ist auch eine kleine Sitzecke am Vorplatz.

Ladestation für E-Mobile

Auf dem Gelände des Energiegebäudes sollen zwei Plätze zum Aufladen von E-Mobilen geschaffen werden. Falls die Mittel dafür nicht sofort reichen, werden zumindest die Vorbereitungen getroffen. Diese sind auch Voraussetzungen für den Erhalt von Fördermitteln.

Die Kosten betragen um die 250 000 Euro. Eine Zusage über 100 000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) liegt bereits vor. Weitere Förderanträge sind gestellt. Einstimmig nahm der Gemeinderat den Entwurf an und beauftragte das Büro Renner+Hartmann Consult, weitere Schritte einzuleiten. Als Zielmarke für die Fertigstellung gilt der August 2017; auf jeden Fall noch vor der Herbst-Kirchweih in Eschenfelden.

Werner Renner ging noch mit weiteren Aufträgen nach Hause. Sein Büro wird auch digitale Kataster für die Ortskanäle und die Wasserleitung erstellen. Beim Wasser sind es die Orte Eschenfelden, Hirschbach, Pruppach, Riglashof, Ratzenhof, Eggenberg und Obermühle. Dafür müssen rund 20 000 Euro netto ausgegeben werden. Ein Sanierungskonzept für beide Kläranlagen schlägt mit 7774 Euro zu Buche.

Förderzusage vorausgesetzt

Knapp 3000 Euro gibt die Gemeinde für Beratungsleistungen bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED aus. Das Angebot umfasst Planung, Förderanträge und Ausschreibung. Die Kosten werden nur bei einem positiven Förderbescheid fällig.

Notwendig ist dies vor allem auch wegen der unterschiedlichen Arten von Lampen. Wenn die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt ist, kann ihr Licht herunter gedimmt werden. Die finsteren Nächte wären dann vorbei. Für die Lampen, die noch der Eon gehören, blättert die Gemeinde 800 Euro hin. Bürgermeister Durst möchte die Umrüstung in den Haushaltsjahren 2017 und 2018 erledigen. (Mehr zum Thema)

Themen aus dem GemeinderatEinen Euro pro Einwohner jährlich als Fundtierpauschale bekommt der Tierschutzverein Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach, um die steigenden Kosten aufzufangen.

In Sachen Breitband in Eggenberg gab der Bürgermeister bekannt, dass die gewünschten 30 mbit über die Firma Jobst nicht erreicht werden können. Nachdem noch Fördermittel übrig sind, wird das gesamte Programm nur für Eggenberg noch einmal von vorne begonnen. Die Räte stimmten zu.

Mit zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass ein WLAN-Hotspot am Rathaus in Eschenfelden eingerichtet wird. Vom Freistaat werden pro Gemeinde zwei Stück gefördert. Die monatlichen Kosten von rund 40 Euro hat die Gemeinde zu tragen.

Eine kurze Diskussion folgte auf die Anfrage, ob die Turnhalle im leerstehenden Schulhaus benutzt werden darf. Wenn ein Verein dahinter steht und die Haftungsfrage geregelt ist, spricht nichts dagegen.

Beschwerden gab es zum Hirschbacher Dorfplatz : Nachdem dort immer mehr Autos parken, hat der Lieferverkehr zum Gasthof Goldener Hirsch Probleme. Bürgermeister Durst will dies bei der nächsten Verkehrsschau vorbringen. (rrd)
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