16.11.2017 - 20:00 Uhr
HirschbachOberpfalz

Gemeinderatssitzung Hirschbach: Feuerwehrhausbau in Hirschbach schlägt Wellen

Der noch nicht fest geplante Feuerwehrhausbau in Hirschbach schlägt Wellen: Es gibt ein Für und Wider. Der Kinderspielplatz am Haus der Begegnung ist im Weg. Jetzt heißt es, eine Lösung zu finden.

Der Entwurf des Feuerwehrhausanbaus an das Haus der Begegnung in Hirschbach mit Einbeziehung eines neues Spielplatzes. Repro: rrd
von Pauline ReglerProfil

Alle Besucherstühle bei der Gemeinderatssitzung im Rathaus in Eschenfelden waren besetzt. Vor allem die jungen Feuerwehrler der FFW Hirschbach zeigten Präsenz. Die notwendige Anschaffung eines Feuerwehrautos für die Wehr zieht einen Um- oder Neubau einer Unterstellmöglichkeit für dieses Fahrzeug nach sich.

Bereits in vorherigen Sitzungen wurde seitens der Feuerwehr eine Vorentwurfsplanung vorgestellt. Favorisiert wird ein Anbau an das Haus der Begegnung. Eine bereits erfolgte Bauvoranfrage wurde mit Auflagen genehmigt. Ein Bodengutachten steht noch aus. Aus den Reihen der Hirschbacher Bürger gab es deutliche Gegenstimmen, da der Kinderspielplatz wohl wegfällt und das "grüne Ambiente" zerstört würde.

3. Bürgermeister Stefan Steger hat nun drei Varianten herausgearbeitet. Die erste ist immer noch der Anbau ans Haus der Begegnung jedoch mit Einplanung eines Kinderspielplatzes, wenn auch in etwas kleinerer Form. Die zweite Variante, ein Neubau auf dem letzten Bauplatz am Hirtenberg, hat Bürgermeister Hans Durst gleich verworfen. Ein Gerätehaus im Wohngebiet komme nicht in Frage, so seine Aussage. Er kenne diese Problematik aus anderen Gemeinden. Als drittes käme ein Umbau samt Abriss und Neubau am bisherigen Platz in Frage. Dieser sei allerdings beschränkt von Bach und Straße.

Und was macht man während der Bauzeit? Wo kommt das Feuerwehrauto unter? Steger wies jeweils auf die Vor- und Nachteile hin. Alles in allem wird seitens der Feuerwehr die erste Variante als die günstigste erachtet. Es gäbe auch die Chance den Spielplatz neu anzulegen, eine neue Einzäunung sei sowieso schon lange fällig. Ohne Fördermittel könne nicht gebaut werden, da die Gemeinde immer noch Stabilisierungsgemeinde ist. Ein Neubau nach DIN werde mit 58 000 Euro pauschal bezuschusst. Allerdings werde auch die Bücherei in Mitleidenschaft gezogen, da das Dach "eingeschifft" werden muss. Doch es gäbe auch die Möglichkeit, die Bücherei, die schon aus den Nähten platzt, zu erweitern.

Auch Verkauf denkbar

Die Folgenutzung für das alte Feuerwehrhaus durch die Hirschbacher Vereine wurde nicht von allen Gemeinderäten als gegeben angesehen. Ein Verkauf des alten Feuerwehrhauses sollte dann auch in Erwägung gezogen werden. Ralf Schneider stimmte dem zu, da der Pflegeaufwand nicht außer Acht gelassen werden kann. Armin Linhard wies auf die Eigenleistung hin, die dann seitens der Hirschbacher Feuerwehr kommen müsse.

Der Bürgermeister ließ auch Zuhörer zu Wort kommen. "Hirschbach ohne Spielplatz, das geht nicht", so die Aussage einer jungen Bürgerin. Mit einer etwas kleineren Version wäre sie aber schon zufrieden. Auch sollte soviel Grün wie möglich erhalten werden sowie die Zufahrt gepflastert und nicht asphaltiert werden, kam von Tourismus-Seite. Bürgermeister Durst wies darauf hin, dass der favorisierte Standort auch bei den Bürgern an Akzeptanz gewinnen sollte. Mit Gemeinderat Joachim Iwanek war er sich einig, dass die Transparenz zum Bürger wichtig sei. Auch wenn die "Uhr tickt", sollte doch vorher eine Kostenschätzung von neutraler Seite für beide Objekte erfolgen. Dann könne in einer öffentlichen Sitzung entschieden werden.

Zeit genug

Ausschreibungen im Herbst 2018 könnten dann immer noch erfolgen. Bis dahin hat die FFW Hirschbach Zeit sich darüber einig zu werden, welche Arbeiten in Eigenleistung geleistet werden können und welche nicht. Die Zustimmung über diese Vorgehensweise erfolgte einhellig.

 

 

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