20.04.2018 - 18:02 Uhr
HirschbachOberpfalz

Eschenfelden würde wenigstens seinen Kindergarten gerne behalten "K-Frage" bewegt die Gemüter

"Wenn der Kindergarten auch noch nach Königstein kommt, dann haben wir ja gar nichts mehr", drückt ein Eschenfeldener die Gefühlslage im Dorf aus. Die "K-Frage", ob es einen gemeinsamen Kindergarten in Königstein geben soll, bewegt die Gemüter bei drei Bürgerversammlungen in der Gemeinde Hirschbach.

Die Feuerwehr brachte das Lifthäusl in Eschenfelden auf Vordermann. Gelaufen ist der Lift in diesem Winter allerdings nur an einem Tag. Bild: rrd
von Pauline ReglerProfil

Hirschbach/Achtel/Eschenfelden. Vor allem in Eschenfelden war der Kindergarten ein vieldiskutiertes Thema. Die Gaststube "beim Wirt" war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Und da auch das Gasthaus Pillhofer selbst wohl im Laufe des Jahres zusperrt, sieht man der Zukunft dort nicht gerade gelassen entgegen.

Erst die Schule, dann die Raiffeisenbank, dann der Wirt und vielleicht auch noch der Kindergarten: Ein Bauhof im Gegenzug in Pruppach könne dies nicht ausgleichen, ließen sich die kritischen Stimmen zusammenfassen. Durst wies aber auch auf die Vorteile eines gemeinsamen Kindergartens hin. Er könne wesentlich bessere Angebote machen, vor allem im Blick auf die Öffnungszeiten. Derzeit müsse die Gemeinde für 13 Kinder den kommunalen Beitrag bezahlen, die anderswo einen Kindergarten besuchen.

Zuschüsse auch ein Aspekt

"Es sind noch keine Entscheidungen gefallen, und es muss auch noch gründlich gerechnet und bedacht sein", versicherte Bürgermeister Durst. Ein Aspekt dabei sei, dass interkommunale Projekte immer besser bezuschusst würden als wenn eine Gemeinde alleine etwas macht. Auch in Achtel und Hirschbach kamen Bürger auf den Kindergarten zu sprechen. Bei den meisten stieß die Idee eines Gesamtkindergartens in Königstein nicht gut an. Andererseits wünschten sich vor allem Alleinerziehenden für sie günstigere Öffnungszeiten.

In Eschenfelden ging es auch um die Frage, warum in Riglashof so stark abgeholzt worden ist. Bürgermeister Durst informierte dazu, dass dies auf einer Seite auf private Initiative hin geschehen sei und auf der anderen Seite ein kleines Baugebiet entstehen solle. Dem Bürgermeister liegt es am Herzen, dass die Leerstände innerhalb der Ortschaften "wieder an den Mann gebracht werden". Dazu braucht es aber das Einverständnis der Besitzer, um auf Nachfragen die Daten heraus zu geben. Vor allem im Hinblick auf die doch erheblichen Kosten beim Abwasser sei es rentabler, einen Leerstand wieder zu beleben als ein Neubaugebiet zu schaffen. Bei einer ersten Erhebung kam die Gemeinde auf 92 Grundstücke, die entweder frei sind, leer stehen oder denen ein Leerstand droht.

"Das größte Vermögen"

"Der Kanal ist das größte Vermögen der Gemeinde", erklärte Hans Durst. Er erinnerte dabei wieder an die sachgemäße Einleitung, um die Pumpwerke nicht zu gefährden. In Eschenfelden ging die Schmutzwassermenge um 3904 Kubikmeter zurück auf 17 043, in Hirschbach stieg sie um 1956 auf 33 223. In Eschenfelden stehe eine Schlammräumung an, bei der auch die Sauerstoffgebläse erneuert werden sollen.

Zum Skilift wusste Durst, dass er genau einen Betriebstag hatte. Das "Lifthäusl" wurde unter Federführung der Feuerwehr Eschenfelden erweitert. Der Kirwaverein Eschenfelden spendete dazu 500 Euro, die Brauerei Heldrich 300 Euro.

Im Freibad klafft die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter auseinander. Die größten Kostenblöcke sind Chemie, Energie und Personal. Ein Marmorturm zur Wasseraufbereitung soll Chemiekosten einsparen. Auf der Basis einer Besucherbefragung und statistischer Daten will der Gemeinderat entscheiden, ob er die Öffnungszeiten verkürzt oder die Eintrittspreise erhöht. Außerdem denkt er über eine Photovoltaikanlage nach.

Es sind noch keine Entscheidungen gefallen, und es muss auch noch gründlich gerechnet und bedacht sein.Bürgermeister Hans Durst zur Kindergarten-Frage

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