11.10.2017 - 20:00 Uhr
HirschbachOberpfalz

In der Simultankirche des Jahres ist der Wurm drin Kirchenkasse leer, Sanierung dringend notwendig

Es ist Kirchweih, aber die Glocken läuten nicht. Kein Gottesdienst findet mehr statt: So oder ähnlich könnte es kommen, wenn für die Corpus-Christi-Kirche in Eschenfelden keine Lösung gefunden wird.

Holzwürmer und Konsorten machen der Corpus-Christi-Kirche zu schaffen. Auch in den Bänken sind sie bereits zu finden. Pfarrer Konrad Schornbaum (Vierter von links) informierte Bundestagsabgeordneten Alois Karl (links) und Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (Sechster von links) über die notwendigen Sanierungsarbeiten. Bild: rrd
von Pauline ReglerProfil

Eschenfelden. Die evangelische Kirchengemeinde hofft auf Hilfe von ganz oben. Der Holzwurm und der gemeine Hausbock, aber auch Umwelteinflüsse setzen der Corpus-Christi-Kirche arg zu. Der Dachstuhl bräuchte dringend eine Sanierung und die Außenfassade ist abgewittert. Aber es klafft noch eine Finanzlücke von mehr als 100 000 Euro.

Pfarrer Konrad Schornbaum hatte Vertreter der weltlichen Regierung eingeladen, um ihm auf der Suche nach Fördertöpfen behilflich zu sein. Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Landtagsabgeordneter Harald Schwartz von der CSU schauten sich die Simultankirche zusammen mit Vertretern des Kirchenvorstands, Klaus Hafner vom CSU-Ortsverband und Bürgermeister Hans Durst an. Bei einem weiteren Besuchstermin fanden sich Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl von der SPD, der katholische Pfarrer Hans Zeltsperger und der betreuende Architekt Thomas Kästner ein.

Um an Bundesmittel zu kommen, müsste die Simultan-Kirche in die Liste der Denkmäler nationalen Ranges aufgenommen werden, meinte Alois Karl. Auf Bundesebene sah er aber wenig Aussicht auf Hilfe. Erfolgversprechender schienen ihm Fördertöpfe auf Landesebene wie die Landesstiftung oder die Sparkassenstiftung. Damit spielte er den Ball weiter zu seinen Kollegen aus dem Landtag. Reinhold Strobl empfahl, Kontakt zum Denkmalschutz zu suchen, nachdem die Kirche komplett unter Schutz steht.

Laut Vertrag beträgt der Anteil der katholischen Kirche 15 Prozent, und die evangelische Landeskirche übernimmt ein Drittel der Kosten. Die evangelische Kirchengemeinde verfügt nur über wenig Eigenmittel und hat diese bereits in die notwendigen Voruntersuchungen gesteckt. Die gesicherte Finanzierung liegt bei 150 000 Euro. Es klafft ein Loch von mehr als 100 000 Euro.

Eine Sanierung ist aber dringend notwendig, da die Schäden bereits fortgeschritten sind und eine Gefährdung der Tragfähigkeit sich abzeichnet. Hilfe für die Corpus-Christi-Kirche ist also dringend angesagt. Wenn das Geld nicht zusammen kommt, könnte es passieren, dass die Kirche irgendwann gesperrt wird.

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