Erdgas für Neuhaus a. d. Peg
Ökologiebeitrag in Neuhaus

Wirtschaft
Hirschbach
09.02.2018
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Neuhaus. Bei einer Informationsveranstaltung in der Gastwirtschaft Frankenalb in Neuhaus wurde den anwesenden Bürgern ausführlich erläutert, welche Chancen und Möglichkeiten in der Zukunft im Hinblick auf Ökologie und Ökonomie denkbar sind.

Eingeladen hatten die Gemeinde Neuhaus und das Bayernwerk. Stellvertretend dafür waren Bürgermeister Josef Springer und Thomas Balzar, Manfred Friedrich sowie Burkhard Butz vom Bayernwerk. Letzterer erläuterte mit anschaulichen Folien die geplante Erdgasversorgung.

Seit dem Jahr 2012 laufen Planungen für eine entsprechende Versorgung der großen Abnehmer im Gemeindebereich. Seit 2014 gibt es eine Einigung damit die Brauerei sowie die Unternehmen Schlenk und Seda und der Markt Neuhaus in absehbarer Zeit mit Erdgas beliefert werden. Inwieweit die Bürger von dieser Maßnahme profitieren können, hängt stark davon ab, wie groß die Nachfrage ist.

Von Großmeinfeld kommend wird die Hauptleitung über Bärnhof zunächst die Firma Schlenk erreichen und dann über die Brauerei und die Pegnitz die Firma Seda erreichen. Alle Anwesen, die an diesem Strang liegen, können verhältnismäßig preiswert zu einem Erdgasanschluss kommen. Ob auch weiter verzweigte Häuser angeschlossen werden können, kommt auf den Zuspruch der Bürger an.

In den Ortsplan trugen sich an diesem Abend 23 Interessenten ein, die mehr oder weniger eine Chance haben, baldmöglichst an die Erdgasleitung angeschlossen zu werden. Argumente dafür gab es von Burkhard Butz, der Vorzüge und Kosten anschaulich erläuterte. Im Idealfall könnte man bei günstigen Grundstücksvoraussetzungen mit 3500 Euro zu einem Anschluss gelangen. Wann das klappen könnte, ist noch nicht ganz sicher, aber die Hauptleitung kommt in diesem Jahr noch bis zum Herbst voran.

Neben der Kostenfrage sollte man auch an den umweltfreundlichen Einsatz dieses Energieträgers denken. Zudem wird es im Haus geräumiger weil es kein Brennstofflager geben muss.

Die Versorgungssicherheit ist auf jeden Fall noch für viele Jahre gegeben. Allein im Freistaat Bayern existierten Reserven von 15 Prozent des deutschen Jahresbedarfs. Das Bayernwerk stelle nur die Infrastruktur zur Verfügung, bei den Lieferanten habe man eine Auswahl ähnlich wie im Stromsektor.

Weitsicht zeigen jedenfalls die ersten Investoren, ohne die diese Maßnahme nicht in Gang gekommen wäre. Immerhin 650 000 Euro stemmten die vier Grundlastabnehmer, und so werden die Kamine von Schule, Klärwerk, Bauerei und von den Firmen Schlenk und Seda auf jeden Fall sauberer.
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