16.03.2018 - 20:00 Uhr
Hohenburg

Offenes Singen im Hohenburger Musikantenstodl Von Herzschmerz und 13 Weibern

Zu einem offenen Singen haben der bayerische Landesverein für Heimatpflege und die Hohenburger Kirwaleit in den Musikstodl eingeladen. Der voll besetzte Saal bewies es wieder einmal, dass es noch sehr viele Kulturinteressierte und Singbegeisterte gibt.

Die Adertshausenerin Simone Lautenschlager vom Landesverein für Heimatpflege und Egon Wittl aus Hohenburg sind die Protagonisten beim offenen Singen in Hohenburg. Bild: bö
von Paul BöhmProfil

Unter der Leitung von Simone Lautenschlager, selbst ein Hohenburger Gewächs mit Adertshausener Wurzeln, wurden unter dem Motto "Wirtshaus- und Trinklieder aus vergangenen Zeiten" einige Stücke einstudiert. Diese wurden dann mit instrumentaler Unterstützung von Egon Wittl (Harmonika) und Simone Lautenschlager (Gitarre) gesungen.

In einem Lied wurde geraten, sich 13 Weiber anzuschaffen. Denn: Wenn sich der Teufel sich ein Dutzend hole, hätte man ja immer noch eine. Es ging aber auch um den armen Karl, der sich Hals über Kopf in das Friederickerl verliebt hatte. Die Angebetete wies ihn aber ständig mehr als schroff zurück. Und selbst als er drohte, sich ihrethalben das Leben zu nehmen, wurde ihm bescheinigt, dass es um ihn ja nicht schade sei.

Zum Gelingen des Abends trug auch der von Elisabeth Spörer geleitete Hohenburger Chor bei. Bei alten Liedern, die im Ort schon immer gesungen wurden, ging es in die zweite Hälfte der Veranstaltung. Zum Abschluss erklangen mit "I bin da Bua vom Lautrachtal" die Hohenburger Lokalhymne sowie die TuS-Vereinshymne "Rot und Schwarz".

Der Kulturausschuss der Kirwaleit, der den Ausschank sowie die Verpflegung der Gäste übernommen hatte, fand, dass diese Veranstaltung zu gegebener Zeit wiederholt werden müsse. Doch zunächst stehen andere Projekte an. In Planung ist eine Ausstellung zur Hohenburger Kirwa, wobei insbesondere die Biergeschichte im Mittelpunkt stehen wird.

Der Kulturausschuss bittet deshalb alle Bürger, die Anschauungsmaterial, Exponate oder Informationen zu den alten Brauereien von Hohenburg haben, diese bereitzustellen. Wer dies tun will, kann sich bei Vorsitzendem Johannes Reindl oder Kulturausschussvorsitzendem Robert Jung melden.

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