Drei Könige ziehen durch das Lauterachtal
Bis ins Mittelalter

In den Lauterachtal-Pfarreien Hohenburg, Allersburg und Adertshausen waren am Dreikönigstag mehrere Sternsingergruppen unterwegs um Spenden für das Kindermissionswerk speziell in Kenia zu sammeln. Bild: bö
Kultur
Hohenburg
09.01.2017
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(bö) Auch in den Pfarreien Hohenburg, Allersburg und Adertshausen waren am Dreikönigstag trotz frostiger Temperaturen mehrere Sternsingergruppen unterwegs. Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein" überbrachten die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder und Jugendlichen gute Wünsche zum neuen Jahr in die Häuser. Die Spenden aus der Bevölkerung kommen heuer der Schöpfung Gottes in Kenia und weltweit zugute.

300 000 Sternsinger in ganz Deutschland zogen am Dreikönigstag von Tür zu Tür, segneten Häuser und Wohnungen und sammelten für notleidende Kinder in der ganzen Welt. Sternsingen ist in den Lauterachtal-Pfarreien ein alter Brauch, der wohl bis ins Mittelalter zurückreicht. Das Kindermissionswerk hat ihn 1958 durch die Sternsingeraktion wieder aufgegriffen und ihm ein neues Ziel gegeben. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Bei ihren Hausbesuchen schreiben die Sternsinger den Segen mit Kreide über die Türen: 20*C+M+B+17. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
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