30.04.2016 - 02:00 Uhr
HohenburgOberpfalz

Hohenburg verabschiedet Finanzplanung Haushalt ohne Gegner

Die Hohenburger Gemeindefinanzen 2016 sind unter Dach und Fach. Ohne Gegenstimmen genehmigten die drei im Marktrat vertretenen Fraktionen das von Kämmerer Theo Fochtner vorbereitete Zahlenwerk.

Die Brücke in Allersburg über den Hausner Bach dürfen schon seit einiger Zeit nur Fußgänger nutzen. Der Marktrat hat für einen Ersatzbau jetzt 200 000 Euro im Finanz- und Investitionsplan angesetzt. Bild: bö
von Paul BöhmProfil

Zur Debatte standen die Jahresrechnung 2014, die über- und außerplanmäßigen Ausgaben sowie die Verabschiedung der Haushaltssatzung 2016 sowie der Finanz- und Investitionsplan 2015 bis 2019. Die Pro-Kopf-Verschuldung kann heuer voraussichtlich um 139 auf 2062 Euro gesenkt werden.

Die Jahresrechnung 2014 wurde mit einem Ergebnis in Höhe von 4 594 412 Euro abgeschlossen. Auf den Verwaltungshaushalt waren 2 755 667 Euro entfallen, auf den Vermögenshaushalt 1 838 745 Euro. Im Erledigungsbericht war auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen hingewiesen worden. Bürgermeister Florian Junkes ließ zu diesem Thema wissen, dass derzeit drei Angebote eingeholt würden. Voraussichtlich bereits in der nächsten Marktgemeinderats-Sitzung soll darüber beraten werden. Die Räte erteilten Bürgermeister und Verwaltung einstimmig Entlastung für die Jahresrechnung 2014. Der Überschuss der Jahresrechnung 2015 hatte 366 423 Euro betragen.

Kredite für Investitionen

Der aktuelle Gesamthaushalt umfasst 4 244 450 Euro - im Verwaltungshaushalt 2 829 650, im Vermögenshaushalt 1 414 800 Euro. Die enormen Investitionen der vergangenen Jahre konnte Hohenburg nur durch die Aufnahme von Krediten bewältigen. Abgeschlossen wurden Darlehen mit langer Laufzeit, niedriger Zins- und Tilgungsleistung. Das erklärt die derzeit relativ hohe Verschuldung des Marktes. Aufgrund der niedrigen Zinsbelastung kann die gesetzlich geforderte Mindestzuführung erwirtschaftet werden. Für 2016 sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen.

Wie in der Sitzung zu hören war, ist der Weiterbau der Abwasseranlage Hohenburg abgeschlossen. Hier wartet man noch auf die Auszahlung eines Restzuschusses von etwa 550 000 Euro. "Bis Mitte 2016 ist mit diesem Geld zu rechnen", berichtete Bürgermeister Florian Junkes .

Wie Kämmerer Theo Fochtner informierte, sind die Beitrags- und Gebührensatzungen für Wasser und Abwasser im September 2015 neu festgelegt worden. Die Beiträge für Grundstücke liegen jetzt bei 1,86 Euro. Bei den Geschossflächen sind es 19,38 Euro. Die Einleitungsgebühr für Schmutzwasser erhöht sich zum 1. Juli 2016 auf 2,68 Euro pro Kubikmeter. In der Wasserversorgung berechnet Hohenburg für einen Quadratmeter Grundstück 67 Cent, bei den Geschossflächen 4,48 Euro. Die Wassergebühren betragen ab 1. Juli 1,84 Euro.

Investitionen müssen sein

Trotz angespannter Finanzen sind moderate Investitionen unumgänglich. Im Haushalt 2016 ist die Ersatzbeschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges für die Hohenburger Feuerwehr bis zu einem Betrag von 32 000 Euro eingeplant. Weitere Ausgaben fallen in den kommenden Jahren für den Neubau des Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshauses in Ransbach mit einem Ansatz von 350 000 Euro an.

Der Kauf eines mittleren Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim ist für 2018 mit 210 000 Euro eingeplant. Die energetische Sanierung des Feuerwehrhauses Hohenburg mit hoher Eigenleistung wird dieses Jahr abgeschlossen. 34 000 Euro werden dafür in der Planung bereitgehalten. Große Ausgabeposten sind in diesem Jahr die Sanierung von Gemeindestraßen (200 000 Euro) und die Brückensanierung in Allersburg (ebenfalls 200 000 Euro). Dazu kommt der Breitbandausbau mit 300 000 Euro. Für Hochbaumaßnahmen für die Wasserversorgung sind 50 000 Euro geplant. 2017 will Hohenburg weitere 500 000 Euro in den Breitbandausbau investieren. "Da kommen aber wieder 90 Prozent als Förderung zurück", merkte Junkes dazu an.

Ebenfalls geplant sind die Sanierungen weiterer Gemeindestraßen (100 000 Euro), der Steuerung der Trinkwasseranlage in Voggenhof sowie der Hochbehälter in Köstl und in Ransbach (etwa 50 000 Euro). 20 000 Euro stehen für die Heizungsanlage im Rathaus im Ansatz. Für die Verbesserung des Geräte- und Maschinenparks des Bauhofes wurden weitere 20 000 Euro veranschlagt.Eckdaten

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