Interessenten und Mitarbeiter für den Hohenburger Kulturausschuss sind gesucht
Kulturarbeit wird neu ausgerichtet

"Diese Arbeit soll sich nicht nur auf Hohenburg beschränken, da sollen alle Ortsteile erfasst und vertreten sein", warb der neue Kulturausschussvorsitzende bei den Bürgerversammlungen für eine generationen- und gemeindeübergreifende Kooperation. Bild: bö
Politik
Hohenburg
03.12.2016
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Weitere Themen der BürgerversammlungenWo den Menschen im Gemeindebereich von Hohenburg der Schuh drückt, zeigten neben viel Lob für die Arbeit in Rathaus, Verwaltung und Gemeinderat die Bürgerversammlungen. So wollte zum Beispiel ein Ransbacher wissen, ob der Winterdienst auf die Radwege ausgedehnt werden kann.

Eine gute Idee, die aber wegen der Vielzahl der Strecken nicht umgesetzt werden könne, bedauerte Bürgermeister Florian Junkes. Dafür soll nach seinen Worten beim Anwesen Lutter in Ransbach ein Hinweisschild für einen Rettungspunkt angebracht werden. Außerdem würden die Ransbacher künftig die Termine des Jugendtreffs in Hohenburg mitgeteilt bekommen.

Nachgefragt wurde ferner, ob bei einer Veräußerung des alten Schulhauses im selben Ort auch der dazugehörige Sportplatz mit verkauft wird. Der Rathauschef informierte insoweit, dass dieses Gelände zumindest der Gemeinde schon mal gehört. Eine Gebührenerhöhung bei Wasser und Kanal ist derzeit nicht geplant, ging Junkes aufs nächste Thema ein; außerdem würden den Bürgern aus dem DSL-Ausbau keine Kosten entstehen.

Im Hohenburger Baugebiet Schleicherberg solle eine Beutelstation für Hundekot errichtet werden, während ein nach Bürgeransicht "im Weg stehender Hydrant" aus feuerwehrtechnischen Schutzgründen so bleiben müsse. Ein vorbeiführender Weg solle in diesem Bereich noch aufgeschottert und im Zuge einer weiteren Baugebietserweiterung befestigt werden.

"Wenn es um Straßenverschmutzungen geht, sollten diese bei der Verwaltung gemeldet werden", riet Junkes zum Thema Sauberkeit. Für die Küche im Bürgersaal des Rathauses wünschen sich die Vereine eine Geschirr- und Gläserspülmaschine sowie eine Garnitur an Bestecken. Diese Punkte werden laut Junkes bei der nächsten Marktgemeinderatssitzung auf die Tagesordnung kommen. (bö)

In Hohenburg hat sich ein Kulturausschuss neu etabliert. Er ist beim Verein der Kirwaleute angesiedelt und soll sich um die Koordination der kulturellen Arbeit kümmern. An der Spitze steht Robert Jung, der bei den Bürgerversammlungen die Gelegenheit nutzte, die Ziele vorzustellen.

Er bat die Einwohner, sich mit Ideen und Wissen aus früherer Zeit einzubringen. Als erste Aufgabe nannte Jung die Erstellung einer Art Landkarte zum Erhalt und zur Förderung der Kulturlandschaft mit einer generationen- und gemeindeübergreifenden Kooperation. "Diese Arbeit soll sich nicht nur auf Hohenburg beschränken, da sollen alle Ortsteile erfasst und vertreten sein."

Zweckmäßig war es nach seinen Worten, den Kulturausschuss beim Verein Kirwaleit Hohenburg anzugliedern, da diese Ziele in dessen Satzung schon explizit definiert seien. Die weitere Vorgehensweise beschrieb Robert Jung mit der "Erstellung eines Kulturleitbildes durch Informationsversammlungen: Das können Befragungen und Erzählungen von Wissensträgern sein. Das kann aber auch im Rahmen eines Kulturstammtischs stattfinden."

Die Mitarbeit beispielsweise als Berater oder Wissensträger sei nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. "Wichtig ist uns die Sicherung und die Weitergabe von Hohenburger Brauchtum und Gepflogenheiten", unterstrich der Vorsitzende. Interessenten können sich jederzeit bei ihm oder der Marktverwaltung melden.

Unterstützung erhielt der neu gegründete Kulturausschuss bei seiner ersten Versammlung in Hohenburg auch von den Ortsheimatpflegern Ines Kämmler und Josef Popp aus Schmidmühlen. Beide informierten aus der Sicht ihrer Ämter, wie wichtig es sei, diese Kulturgüter vor dem Vergessen zu bewahren.

Wichtig ist uns die Sicherung und die Weitergabe von Hohenburger Brauchtum und Gepflogenheiten.Robert Jung, der Vorsitzende des neuen Kulturausschusses
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