Markt will Leerstand nutzen
Hohenburger wollen Naturparkzentrum

Die Hohenburger werben für das Naturparkzentrum in ihren Mauern. Punkten können sie vor allem mit der Idylle des Lauterachtals (wie hier bei Stettkirchen) und damit, aus mehreren Leerstands-Immobilien auswählen zu können. Bild: bö
Politik
Hohenburg
27.12.2016
68
0

Auch die Hohenburger werfen ihren Hut in den Ring: Sie wollen das geplante Naturparkzentrum in ihrem Markt haben.

(bö) Die Absicht, diese zentrale Einrichtung des Naturparks Hirschwald in Waldhaus zu errichten und die Kostenbeteiligung des Marktes Hohenburg hat der Gemeinderat ausgiebig diskutiert.

Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, hatte es im November eine gemeinsame Sitzung der Naturpark-Gemeinden in Ensdorf gegeben. Zu den dort genannten vorläufigen Baukosten von etwa 700 000 Euro würden nach Abzug von Fördermitteln etwa 140 000 Euro an den neun beteiligten Gemeinden hängen bleiben. Dazu kämen noch etwa 5200 Euro laufende Kosten pro Jahr für jede von ihnen.

Die Hohenburger Räte hielten es aber für wesentlich sinnvoller, ein vorhandenes Gebäude in ihrem Markt zu sanieren, als einen Neubau auf der Grünen Wiese umzusetzen. Hohenburg verfüge über mehrere Objekte, in denen eine solche Einrichtung untergebracht werden könnte, war die Meinung der im Rat vertretenen Fraktionen von CSU, SPD und Freien Wähler. Im Sitzungsbeschluss hieß es dann auch letztlich: "Der Marktgemeinderat Hohenburg befürwortet die Errichtung eines Naturparkzentrums und spricht sich dafür aus, dass der Standort in Hohenburg sein soll."

Weitere Tagesordnungspunkte der Jahresschlusssitzung waren die Einziehung eines Feldwegs in Mendorferbuch in der Flur "Fuchsenkriegweg im Weinberg" sowie die Anpassung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer. Hintergrund zu Letzterem ist die gewährte Bedarfszuweisung von 330 000 Euro und die Stabilisierungshilfe von 200 000 Euro als eine begleitende Forderung der Regierung der Oberpfalz.

Verbunden waren damit auch die Erstellung eines Haushalts-Konsolidierungskonzeptes und die Vorgabe, die Steuern dem aktuellen Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden anzupassen. Die Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer werden zum Jahresbeginn von derzeit 350 auf 365 Prozent angehoben.

Im BlickpunktDie Brücke über den Hausner Bach in Allersburg muss erneuert werden. Bürgermeister Florian Junkes informierte die Ratsmitglieder darüber, dass das Bauwerk nach einem Prüfungsbefund der Landesgewerbeanstalt Bayern nicht mehr saniert werden kann.

Der Marktgemeinderat beschloss jetzt den Neubau. Eine Förderung in Höhe von 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten ist in Aussicht gestellt. Die erste Kostenschätzung liegt bei etwa 450 000 Euro. (bö)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.