Burgschützen fusionieren mit KSK- und Tellschützen
Aus zwei Vereinen wird einer

Einstimmige Satzungsänderungen machen bei den Burgschützen in Hohenburg den Weg für eine Schützenfusion mit den KSK- und Tellschützen frei. Schützenmeister Alfred Kürzinger nannte die Entscheidung richtungsweisend für einen gemeinsamen Weg des Schützenwesens in Hohenburg
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Hohenburg
13.01.2017
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In Hohenburg rückt die Zusammenführung der beiden Schützenvereine, der Burg- sowie der KSK- und Tellschützen in greifbare Nähe. Die Burgschützen haben bei ihrer Hauptversammlung die Weichen für eine Fusion gestellt.

(bö) Die Burgschützen um Schützenmeister Alfred Kürzinger haben jetzt einstimmig dafür votiert, künftig mit den KSK- und Tellschützen einen Verein zu bilden. "Die Mitgliederversammlung beschließt, mit dem Krieger- und Tell-Schützenverein Hohenburg zu fusionieren. Der Zusammenschluss erfolgt auf der Basis der sogenannten vereinsrechtlichen Lösung nach dem bürgerlichen Gesetzbuch im Rahmen der Übertragung des Vermögens und der Mitgliedschaften", hieß es im Vortrag von Fritz Rubenbauer zum rechtlichen Prozedere. Die Zustimmung der Burgschützen gilt, wenn auch die Generalversammlung des Krieger- und Tellschützenvereins Hohenburg bei der Mitgliederversammlung am Samstag, 11. März, den gleichen Beschluss fasst.

Keine Probleme in Sicht

Ohne Probleme dürfte die Übernahme der Mitglieder in den neuen Schützenverein KSK-, Tell- und Burgschützen ablaufen, da beide dem Oberpfälzer Schützenbund angehören. Das Vermögen der Burgschützen wird gemäß der Satzungsänderung dem neuen Verein übertragen. Wie Schützenmeister Alfred Kürzinger informierte, hat es im vergangenen Jahr mehrere gemeinsame Besprechungen wegen der Fusion gegeben. Unter dem neuen Vereinsnamen KSK-, Tell- und Burgschützen Hohenburg könne man einen gemeinsamen Weg gehen. Das sei sinnvoll, weil man damit einen Verein mit gut 150 Mitgliedern zusammenbringt.

Seit gut sechs Jahren schießen die Burgschützen ohnehin schon auf den Ständen der KSK- und Tellschützen, weil ihr Vereinsdomizil, der Goldene Schwan, im Jahr 2010 neu ausgerichtet worden war. Inzwischen steht das Gebäude leer. "Ein Übungsbetrieb war damit nicht mehr möglich gewesen", sagte Kürzinger. Bis dahin hatten die Burgschützen im Goldenen Schwan in Eigenregie den Schießbetrieb aufrechterhalten.

Miteinander nichts Neues

"Dass wir gut miteinander auskommen, dafür spricht auch, dass es in den vergangenen sechs Jahren keine Probleme mit der Nutzung des Schießstandes der KSK- und Tellschützen gegeben hat", machte Kürzinger deutlich. Die Burgschützen hätten ihren Mitgliederstand von gut 100 im vergangenen Jahr halten können. Zufrieden zeigte er sich auch mit den Beteiligungen an den Gesellschaftsschießen und bei anderen Terminen. Sein Dank galt den KSK- und Tellschützen mit ihrem Schützenmeister Josef Scharr für die Überlassung des Schießstandes.

Schießleiter Josef Bauer informierte über gesellschaftliche Aktivitäten. Bürgermeister Florian Junkes sprach vom geplanten Zusammenschluss als einer guten Entscheidung: "Da sage ich jetzt schon die Unterstützung unserer Gemeinde zu."

Hintergrund1968 wurden die Burgschützen Hohenburg, auch mit Mitgliedern der KSK- und Tellschützen, gegründet. Der Goldene Schwan war das Vereinslokal. Doch seit etwa sechs Jahren ist eine Nutzung für den Schießbetrieb nicht mehr möglich.

Schon seit geraumer Zeit haben die Burgschützen darüber nachgedacht, die beiden Schützenvereine wieder zu vereinen. "Wenn man die Zeit, wo man bei den KSK- und Tellschützen untergekommen ist, betrachtet, kann man die Zusammenarbeit als sehr gut bezeichnen", sagte Burgschützenmeister Alfred Kürzinger. "Ich wünsche mir für unseren Verein, dass das zusammenwächst, was letztendlich auch zusammen gehört."

In den vergangenen 50 Jahren hat es bei den Burgschützen mit Helmut Kalb und Alfred Kürzinger nur zwei Vorsitzende gegeben, die sich dieses halbe Jahrhundert gerecht aufgeteilt haben.(bö)
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