13.02.2018 - 18:16 Uhr
Hohenburg

Faschingszug im Lauterachtal nimmt lokel Themen aufs Korn Der schiefe Turm von Hohenburg

Der schiefe Kirchturm in Hohenburg, marode Brücken im Lauterachtal und "Blitz"-Einnahmen zur Finanzierung des Planetariums in Ursensollen: Damit nahmen die Hohenburger Narren gestern beim Faschingszug lokale Themen auf die Schippe.

von Autor GFRProfil

Gut 200 Närrische dürften es am Dienstag gewesen sein bei diesem Faschingszug, den Obernarr Johann Wolfsteiner durch den Ort im Lauterachtal dirigierte. Feuerwehren, Kindergarten, Mutter-Kind-Gruppe und andere bunt Maskierte reihten sich hinter den "Wilden Willigen Spielern" aus der Trachtenkapelle ein, dann die alte Postkutsche aus dem 19. Jahrhundert und die Jugendgarde. In Schieflage gerät allmählich der Kirchturm, weil der Herr Pfarrer die neuen Glocken zu oft und zu kräftig läuten lässt. Bei der Grundschule haben Kommune und Schulleitung offensichtlich das 50-Jährige verpennt.

Ein kräftiger Hieb ging Richtung Ursensollen: Denn von dort kommen die Rechnungen für Blitzer-Fotos. Damit bessern angeblich die Ursen-sollener ihre Gemeindekasse auf, um dann das Planetarium finanzieren zu können. Ehrengast in Hohenburg war Kanzlerin Angela Merkel - nach wie vor überzeugt: "Wir packen das". Keine Probleme mit Jamaika haben die Hohenburger Narren, ihre Koalition hielt trotz geschätzter minus 20 Grad beim Faschingszug eisern durch. Am Hohenburger Marktplatz erwartete eine größere Zuschauermenge den Maschkerer-Zug, aus dem Unmengen an Lutschern und Bonbons unters Volk geschmissen wurden. Das letzte Fahrzeug zeigte, dass man den ausgedienten Christbaum nicht gleich wegschmeißen sollte, er taugt immer noch als Osterstrauch, als Kirwa-Baum und hat erst beim Johannisfeuer ausgedient. Wie lang das bunte Treiben im und vor dem Rathaus anhielt, war bei Redaktionschluss noch nicht bekannt.

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