11.03.2018 - 16:50 Uhr
Hohenburg

Jahreshauptversammlung der KSK-Tell und Burgschützen Hohenburg Erstmals unter neuem Namen

Zielsicher geht der neu formierte Schützenverein KSK-Tell- und Burgschützen Hohenburg das nächste Vereinsjahr an. Für die Mitglieder ist die Jahreshauptversammlung eine ganz besondere Zusammenkunft.

In eine gemeinsame Zukunft gehen die KSK-Tell und Burgschützen aus Hohenburg (von links): Bürgermeister Florian Junkes, Fritz Rubenbauer, Rainer Metschl, Erika Paulus, Alfred Kürzinger, Hedwig Bauer, Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz, Schützenmeister Josef Scharr und Michael Dieling. Bild: bö
von Paul BöhmProfil

Erstmals trafen sich die Mitglieder unter diesem neuen Namen. Denn die beiden Schützenvereine, die KSK- und Tellschützen sowie die Burgschützen Hohenburg, hatten sich zusammen getan.

"Dieser Schritt war wohlüberlegt und von langer Hand vorbereitet", erinnerte Schützenmeister Josef Scharr in seinem ersten Jahresbericht. Anfang des Jahres hatten er und Alfred Kürzinger den Fusionsvertrag für beide Vereine unterzeichnet. Der neue Verein zählt etwa 150 Mitglieder.

Danken wolle er den Mitgliedern, dass sie diese Entscheidung für einen gemeinsamen künftigen Schützenweg mitgetragen hätten, sagte Scharr. Die Vorbereitungen der Fusion hätten die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr bestimmt. "Federführend bei dem Zusammenschluss waren Fritz Rubenbauer von den Burgschützen und Michael Dieling von den KSK und Tellschützen", hob Scharr hervor. Ihnen sei es in beseonderem Maße zu verdanken, dass dieser einstimmig beschlossene Schritt so problemlos habe abgewickelt werden können.

In seinem Rückblick erinnerte der Schützenmeister an die Teilnahme von Vereinsabordnungen an verschiedenen kirchlichen Festen im Markt. Wie Scharr anmerkte, wurde im vergangenen Jahr das Kriegerdenkmal von Malermeister Andreas Kohl saniert.

Bei den Ergänzungswahlen wurde Josef Bauer zum 2. Schützenmeister gewählt. Das Amt des Kassenwarts übernimmt Fritz Rubenbauer. Zu Beisitzern wurden Erika Paulus, Hedwig Bauer und Alfred Kürzinger gewählt. Die Mitglieder hoben den Vereinsbeitrag auf 20 Euro an. Der Beitrag der Krieger- und Reservistensparte beträgt jetzt zehn Euro.

Auch der Schützenmeister des Schützengaus Amberg, Heinrich Fraunholz, begrüßte, "dass mit der Fusion der beiden Vereine der Schießsport und damit auch die Geselligkeit in Hohenburg eine gemeinsame und sichere Zukunft gehen können". Vonseiten des Marktes Hohenburg sprach Bürgermeister Florian Junkes von einer richtigen Entscheidung, die beiden Vereine zusammenzuführen. "Damit ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt worden", stellte das Gemeindeoberhaupt fest.

Am Freitag, 23. März, findet ein gemeinsames Osterschießen statt. Geplant ist auch, die Rundenwettkämpfe im Schützengau Amberg wieder aufzunehmen.

Lange Tradition

Dass die Schützentradition in Hohenburg ein lange Tradition hat, kann man in den Vereinschroniken nachlesen: "Am 1. Februar 1875 wurde der Veteranen- und Kriegerverein in Hohenburg gegründet. Seine Fahne wurde 1887 geweiht. 1934 musste er sich dem Kyffhäuserbund anschließen und dessen Banner führen. Parallel dazu wurde am 25. November 1899 der Burschenverein Einigkeit gegründet, der am 20. September 1902 auch bezirksamtlich genehmigt wurde.

Infolge politischer und religiöser Unstimmigkeiten spaltete sich im Juni 1905 ein Teil der Mitglieder ab und bildete den katholischen Burschenverein Hohenburg, dessen Fahne 1906 beschafft wurde. Der Rest des Vereins "Einigkeit" sammelte sich am 1. September 1906 als Schützenverein Tell, der ausschließlich den Zimmerstutzenschießsport pflegte.

Die im folgenden Jahr in der Taubstummenanstalt Zell (Mittelfranken) angefertigte Fahne wurde auch dort geweiht. Dem Verein wurde aber erst 1912 auf eine Beschwerde hin gestattet, sie bei Festen in die Kirche zu tragen.

Aus den Tell-Schützen sind durch die Aufnahme von Kriegsteilnehmern und Soldaten die KSK und Tellschützen geworden." So hat es der Hohenburger Heimatforscher Friedrich Spörer niedergeschrieben. Im Jahr 1968 wurden die Burgschützen auch mit Mitgliedern aus den KSK und Tellschützen gegründet. (bö)

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