22.04.2016 - 17:32 Uhr
HohenfelsOberpfalz

Militärfahrzeuge zerschellen Humvee fällt vom Himmel [Aktualisierung]

Damit Fallschirmjäger nach der Landung nicht zu Fuß kämpfen müssen, werden aus der Luft ihre Fahrzeuge abgeworfen. Das ging bei der jüngsten Übung in Hohenfels gründlich schief.

Der Screenshot zeigt die erste Twitter-Nachricht mit Bildern der zerschellten Humvees. Screenshot: paa
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Beim Luftlandemanöver "Saber Junction 16" auf dem amerikanischen Truppenübungsplatz Hohenfels (Kreis Neumarkt) ist es zu einem spektakulären Unfall gekommen. Beim Abwurf von Ausrüstung und Fahrzeugen aus US-Transportflugzeugen vom Typ C-130 stürzten drei amerikanische Militärgeländewagen vom Typ Humvee ungebremst zu Boden und zerschellten. Offensichtlich waren die rund 2,3 Tonnen schweren Fahrzeuge von den Plattformen gerutscht, auf denen sie abgeworfen werden sollten. So konnten die Lastenfallschirme den Sturz der Humvees nicht abbremsen.

"Das Wichtigste ist, dass niemand bei der Lastenabwurfübung verletzt wurde", teilte Major Juan Martinez, Pressesprecher der 173. US-Luftlandebrigade, auf Anfrage unserer Zeitung am Freitag mit. Es sei die größte derartige Übung des Verbandes gewesen, seit die Brigade im Juni 2000 reaktiviert worden ist. "Die Brigade hat rund 150 Versorgungsgebinde in einer abgesperrten Abwurfzone innerhalb des Truppenübungsplatzes Hohenfels abgeworfen, darunter Fahrzeuge, Kommunikationsausrüstungen sowie Mörser und Artilleriegeschütze." Zur Ursache konnte er noch keine Angaben machen. "Wir wollen nicht spekulieren." Die Armee untersucht den Vorfall. Die Führung der Sky Soldiers (Himmelssoldaten), wie sich die Brigade nennt, konzentriere sich darauf, mögliche Probleme zu beseitigen.

Das Video vom Abwurf der Humvees

Das verunglückte Luftlandemanöver wurde aus einem nahen Wald heraus gefilmt. Das Video wurde von "Army W.T.F! Moments" erst jetzt im Internet veröffentlicht. Der Zwischenfall hatte sich allerdings bereits am 11. April ereignet. Die Abwurfübung war Teil des Manövers "Saber Junction 16", das am 31. März begann und an diesem Sonntag, 24. April, endet. Mit der Übung wird die Einsatzbereitschaft der 173. US-Luftlandebrigade aus Vicenza (Italien) und Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) getestet und geprüft.

Dagegen war der Absprung von rund 920 amerikanischen, italienischen und britischen Soldaten außerhalb des Truppenübungsplatzes zwischen Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) und Burglengenfeld (Kreis Schwandorf) einen Tag später reibungslos verlaufen (wir berichteten). Auch der Abwurf von weiterer Ausrüstung erfolgte an diesem Tag fehlerfrei.

Die Soldaten waren am Vormittag des 12. April mit 18 US-Transportmaschinen von der italienischen Luftwaffenbasis Aviano abgeflogen. Gegen 13 Uhr öffneten sich in etwa 300 Metern Flughöhe über Höchensee (Kreis Schwandorf) die Laderampen der Flugzeuge vom Typ C-17 und C-130 und Soldaten und Ausrüstung wurden abgesetzt.

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