24.05.2017 - 11:54 Uhr
HohenfelsOberpfalz

46. deutsch-amerikanische Freundschaftswoche Riesenandrang in Hohenfels

Beim Ansturm ist das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest in Hohenfels jetzt am Limit angekommen. Die Besuchermassen dokumentieren den Bekanntheitsgrad. Hier darf man künftig also nicht mehr regional denken: Viele Gäste kamen aus dem Großraum Nürnberg, Regensburg und sogar bis aus Straubing.

von Paul BöhmProfil

(bö) American Way of Life, gepaart mit bayerischer Gemütlichheit, Tänzen aus Hawaii, Fahrzeugausstellungen, Linedance-Vorführungen und ein abwechslungsreiches Musikprogramm lockten auch diesmal die Massen auf den Truppenübungsplatz. Gleich mehrere Zugpferde sorgten bei der 46. deutsch-amerikanischen Freundschaftswoche für ein tolles Finale.

Geheimtipp per Handy

Wer sich unter den vielen auswärtigen Besuchern umhörte, wie sie auf Hohenfels gekommen waren, hörte meist: "Wir haben das von Freunden übers Handy erfahren". Die Social-Media-Kanäle hatten wohl dafür gesorgt, dass das Besucher-Interesse diesmal noch deutlich gewachsen ist. Das war schon beim Auftakt so, steigerte sich zum Abschluss aber noch einmal. Der Andrang war teilweise so groß, dass für kurze Zeit sogar das Eingangstor geschlossen werden musste, um mit den Personenkontrollen nachzukommen.

Neben einem großen Vergnügungspark waren die Militärfahrzeugschau und die Franken-Car-Ausstellung besonders gut besucht. Dazu kamen die Auftritte der Linedancer und einer Gruppe aus Hawaii. Diese zeigte als Beitrag zum amerikanischen "Asian Pacific Heritage Month" (die USA würdigen im Mai die Kultur und Traditionen aus dem asiatisch-pazifischen Raum) wunderbar anzuschauende Südsee-Tänze. Eine Warteschlange bildete sich bereits am frühen Morgen, um eine der begehrten Fahrkarten für eine Truppenübungsplatz-Rundfahrt zu ergattern. Eine gute Stunde dauerte diesmal die Bustour durch das Militärgelände. Dass dabei natürlich auch der Hohenfelser Wolf (wenn auch nur als Attrappe) zu sehen war, war danach bei einer gemütlichen Brotzeit im Festzelt immer Thema.

1660 Bus-Passagiere

Die Exkursion führte heuer insgesamt 1660 Interessierte in den mittleren Teil des Übungsplatzes. Über den Nainhof ging es durch das Schwender Tal, nach Unterödenhart mit vielen Informationen zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager "Stalag 383". Interesse weckten die Geschichte des Polenfriedhofs und die moderne Militärtechnik des Laser-Simulationssystems "Miles", das derzeit bei Manövern im Einsatz ist. Durch das ehemalige Kirchdorf Enslwang, vorbei am Kühlohberg, ging's weiter ins benachbarte Schwend. Unterwegs erfuhren die Teilnehmer viel über das Training der multinationalen Verbände, die alljährlich in Hohenfels üben. Die Teilnehmer bekamen Einblick in den Aufbau eines befestigten Lagers, Bordercamp genannt, wie es Soldaten in Einsätzen nutzen. Durch das Lutzmannsteiner Tal und über Kircheneidenfeld wurde das ehemalige Dorf Willertsheim angesteuert. Dort war einst ein Bahnanschluss nach Parsberg geplant.

Beeindruckt waren die Rundfahrtteilnehmer von der Dimension der Fahrzeugwaschanlage und einem Rundblick über das Feldlager Albertshof mit dem militärischen Fuhrpark, ehe sie über die markante Kreuzung "Five Corners" wieder in den Innenbereich des Lagers und zurück zum Volksfestplatz kamen.

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