US-Übung in Hohenfels
Kein toter Fallschirmspringer

Foto: Paul Böhm
Vermischtes
Hohenfels
12.10.2017
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Medien hatten seit heute morgen berichtet, dass ein US-Soldat bei einer Nato-Übung in Hohenfels gestorben sei. Zum Glück stimmte die Meldung nicht. Ein Soldat hatte sich lediglich leicht verletzt und war am folgenden Tag wieder fit.

Seit dem frühen Morgen meldete das Nachrichten-Portal News5, dass ein Soldat am Montag bei dem NATO-Manöver "Swift Response" mit seinem Fallschirm abgestürzt sei. "Doch trotz schneller Hilfe verstarb der Mann nach NEWS5-Informationen noch am Unglücksort", meldete das Portal. Mehrere andere Medien hatten die Meldung aufgegriffen und verbreitet.
 
Auf Nachfrage von onetz.de konnte die Polizei Oberpfalz den Vorfall jedoch nicht bestätigen. Kurz vor 10 Uhr verbesserte sich auch das Nachrichten-Portal: "Achtung: Soldat ist bei der Übung NICHT verstorben [...] Wir bitten die Umstände zu entschuldigen!"

Was am Montag, 9. Oktober, gegen Mittag wirklich geschah, erklärt André Potzler, Pressesprecher des 7th Army-Training-Command, der bei der Übung dabei war: "Es gab einen leichtverletzten Soldaten, der jedoch am nächsten Tag bei der Übung teilnehmen konnte." Er habe sich in seinem Fallschirm verheddert, war in Rückenlage auf dem Boden aufgekommen. "Der Boden war jedoch ganz weich", versichert Potzler. "Für den ein oder anderen hat das von außen vielleicht dramatisch ausgesehen." Aber es sei nur ein kleiner Unfall gewesen. Dass Rauchgranaten abgeschossen wurden und ein Blackhawk zur Rettung kam, wie Medien gemeldet hatten, will der Pressesprecher nicht bestätigen.

"Absolut falsch" dagegen sei, dass der Absprung am folgenden Dienstag aufgrund des Unfalls abgesagt wurde. "Wir haben am Dienstag noch Lastenabwürfe gemacht. Doch die Wolkendecke ist dann zugezogen. Deshalb haben wir die Übung abgebrochen."
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