18.10.2017 - 17:18 Uhr
IllschwangOberpfalz

Pfarreiausflug nach Böhmen Aus Dornröschenschlaf erwacht

Ziel des Pfarreiausflugs war heuer Böhmen. Nach dem Besuch der Bischofsstädte Bamberg und Augsburg in den vergangenen zwei Jahren, ging es ins Nachbarland Tschechien. Die Gesamtorganisation lag in den Händen von Stefan Neudecker (Zweiter von rechts). Erste Station war für die 37 Teilnehmer (Bild) der Wallfahrtsort Maria Kulm, in der Nähe von Karlsbad. Die dortige Wallfahrt geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Verehrt wird ein Marienbild, das damals auf wunderbare Weise erschienen sein soll und jetzt in einer Gnadenkapelle aufbewahrt wird. Dort feierte die Gruppe mit Pfarrer Markus Priwratzky (links) einen Gottesdienst. Danach gab es eine Führung durch Kirche und Außenanlagen, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs mehr und mehr verfallen sind. Beeindruckt waren die Illschwanger vom prächtigen Barockstil im Gotteshaus. Bei den Außenanlagen ist sehr viel Aufwand notwendig, um die Anlage wieder in ihren früheren Zustand zu versetzen. Von Maria Kulm ging es weiter in Richtung Marienbad nach Becov. Nach dem Mittagessen besichtigte die Gruppe den berühmten Maurusschrein im dortigen Schloss. Er gehört zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern in Tschechien. Der Schrein, in dem die Reliquien des Heiligen Maurus aufbewahrt werden, galt nach dem 2.Weltkrieg zunächst als verschollen. 1985 wurde er im Schloss Becov wiedergefunden und mit großem Aufwand restauriert. Letzte Station war Pistov, nahe Marienbad. Dort liegt etwas versteckt eine Bartholomäuskirche. Sie erwacht nur einmal im Jahr aus ihrem Dornröschenschlaf, wenn zum Patrozinium im August ehemalige Vertriebene kommen. Vom äußeren Eindruck her sehr renovierungsbedürftig, beeindruckte die Kirche die Teilnehmer mit ihrer Schönheit im Inneren. Bild: no

von Norbert WeisProfil

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