10.04.2010 - 00:00 Uhr
IllschwangOberpfalz

Kreisverband der Jungen Union beschwört einen vereinten Wirtschaftsraum und bessere Verzahnung ... Gemeinsam als Amberg-Sulzbacher fühlen

von Autor SSIProfil

Der Landkreis benötigt ein einheitlicheres Gesicht und muss dabei enger mit der Stadt Amberg verzahnt werden, findet die Junge Union Amberg-Sulzbach. Wie man das am besten angeht, diskutierte der Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales mit dem stellvertretenden Leiter des Sachgebietes für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Landratsamtes, Harald Herrle.

"Unser Ziel sollte sein, dass sich die Bewohner von Auerbach bis Schmidmühlen und von Birgland bis Schnaittenbach verstärkt als Amberg-Sulzbacher fühlen", brachte es Arbeitskreisleiter Patrick Fröhlich auf den Punkt. Kreisvorsitzender Stephan Meyer ergänzte: "Zwischen den großen Städten Nürnberg und Regensburg ist es schwierig, eine eigene Marke Amberg-Sulzbach aufzubauen, aber vielleicht kann gerade diese Grenzlage eine Chance bedeuten."

Zeichen aus der Politik

Dass dieses ehrgeizige Projekt schwer umzusetzen ist, machte Herrle an Beispielen deutlich. "Wir haben das Regionalmarketing Oberpfalz, aber die sitzen in Regensburg. Wir haben die AOVE, aber die deckt nicht alle Gemeinden ab. Und wir haben die Stadt Amberg in der Mitte, die eine eigene Verwaltungseinheit bildet." Wenn man richtig an die Sache herangehe, dann könnte der Ansatz der JU aber durchaus verwirklicht werden, so Herrle. "Wenn ein Zeichen aus der Politik kommt, dann soll es an der Verwaltung nicht scheitern."
Auf die Idee der stärkeren Selbstdefinierung über den Landkreis kam der stellvertretende Kreisvorsitzende Simon Schmaußer über den Landkreis Cham. "Dort gibt es ein sogenanntes Botschaftersystem. Vereine, Firmen, Sportverbände und Privatleute treten nach außen als Botschafter des Landkreises Cham auf. So machen die Chamer ihre Heimat zum Symbol." Herrle kennt dieses Modell, warnt aber vor einer Eins-zu-eins-Kopie. "Die Chamer sind über viele Jahre an der Grenze zu Tschechien zusammengewachsen. Ein Botschaftersystem allein stiftet keine Einheit. Die war schon vorher da."

Alles zusammenführen

Micha Hirschinger sah darin aber kein Problem. "Unser Landkreis hat enorm viel Potenzial. Wir haben viele Mittelständler, engagierte Vereine, eine stark ausgeprägte Kultur und wunderschöne Landschaften. Wir müssen nur alles zusammenführen." Der Austausch mit Herrle bestärkte die JU, an der Idee eines vereinten Lebens- und Wirtschaftsraums Amberg-Sulzbach/Amberg festzuhalten. "Es ist schön zu wissen, dass sich Mitarbeiter der Verwaltung für so ein Ziel begeistern lassen können", sagte Fröhlich. "Das erleichtert die politische Arbeit und eröffnet Spielraum für neue Ansätze."

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