26.02.2018 - 20:00 Uhr
Illschwang

Fernwärmeheizung für das Baugebiet Sandäckerweg 3 "Bis zu 20 000 Euro sparen"

Im April 2018 beginnt der Bau einer Fernwärmeheizung im Baugebiet Sandäckerweg 3 in Illschwang. Gedacht ist sie vor allem für die 15 Parzellen, die durch die Erweiterung des Baugebiets dort entstehen. Nicht nur für die Häuslebauer sehen die Planer in dieser Variante erhebliche Vorteile.

von Norbert WeisProfil

Aichazandt. In der Februarsitzung des Gemeinderats im Landgasthaus Schmidt in Aichazandt stellte Michael Hofmann das Projekt vor. Er ist gemeinsam mit Michael Rädle und Josef Margraf an der Nahwärme MRH GbR beteiligt. Hofmann kümmert sich vor allem um den Bereich Finanzierung.

Das Kernstück des Nahwärmenetzes ist eine zentrale Heizanlage der Firma Hargassner mit einer Nennleistung zwischen 150 und 200 kW. Es ist eine automatische Beschickung mit Hackschnitzeln vorgesehen. Die Anlage verfüge über einen Pufferspeicher von 4000 Litern. Die Anschlussleistung je Parzelle, liege abhängig von der Größe des Gebäudes, zwischen 15 und 30 kW. Zum Leistungsangebot gehöre die Abnahmestation im Haus.

Michael Hofmann erläuterte die Vorteile, die ein solches Nahwärmenetz für die Nutzer biete. Das vorgesehene System komme ohne Wirkungsgradverluste aus, während Ölheizungen um die zehn Prozent Einbußen hätten. Die Lagerung von Heizmaterial im Haus falle weg, und es entstünden keine Kosten für Wartung, Instandhaltung und den Kaminkehrer. Eine solche Heizung garantiere Unabhängigkeit von den Schwankungen des Ölpreises. Sie schütze die Umwelt und trage zur Wertschöpfung innerhalb der Gemeinde bei.

Die Ersparnis gegenüber anderen Wärmequellen liege zwischen 17 000 und 20 000 Euro. Fußbodenheizungen und zusätzliche Wandheizkörper könnten installiert werden, da eine höhere Vorlauftemperatur gegeben sei. Michael Hofmann bezifferte die einmalige Anschlussgebühr auf 1965 Euro und die monatlichen Kosten auf rund 170 Euro.

Werner Englhard begrüßte dieses Angebot an die Bauwilligen. Erfreulich sei, dass Hackschnitzel aus der Region Verwendung finden sollten. Gerne höre er auch, dass es noch Leistungspotential nach oben gebe. Hans Pirner war ebenfalls positiv eingestellt. Einen Unsicherheitsfaktor sah er darin, wie viele Häuslebauer die Fernwärme haben wollten. Von einem Anschlusszwang hielt Pirner nichts.

Auch Elke Pirner begrüßte die energetische Wärmenutzung. Henner Wasmuth sah angesichts einer soliden Kalkulation und der Verwendung erprobter Technik ein gutes Angebot an Bauinteressenten.

Ein Bauantrag des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Illschwang-Gruppe sieht die Erweiterung des Hochspeichers in Pürschläg um ein Wartungsgebäude für eine Aktivkohle-Filteranlage vor. Die Kostenschätzung liegt bei 450 000 Euro. Die Wassergebühren könnten geringfügig steigen. Der Gemeinderat erteilte das Einvernehmen zur Umsetzung der Maßnahme.

Notizen aus der Gemeinderatssitzung

Reiterhof in Hermannsberg

Einen Bauvorbescheid hatten Lisa und Michael Göhring aus Altdorf beantragt. Sie planen die Nutzungsänderung eines Anwesens zu einem Reiterhof in Hermannsberg. Dabei denken sie an 20 Pferde. Das Gremium erteilte die Zustimmung.

Kein Platz in der Schule

Helmut Kellner verstand nicht, weshalb es unmöglich sei, den Kindergarten während einer notwendigen Umbaumaßnahme in die Schule auszulagern. In Kastl werde das derzeit so gehandhabt. Bürgermeister Dehling erklärte, dass in der Schule kein Platz vorhanden sei. Möglichkeiten zur Unterbringung der Gruppen sah er im evangelischen Gemeindehaus und im Pfarrzentrum Patrona Bavariae.

Pfarrkirche im Dunkeln

Eine Anfrage von Gerald Habermehl betraf die zur Zeit nachts nicht beleuchtete Illschwanger Pfarrkirche. Der Bürgermeister informierte, dass im Frühjahr ein defektes Stromkabel ausgewechselt werden muss. Hierzu müsse der Schulsportplatz aufgegraben werden.

Normalstrom bevorzugt

Bürgermeister Dieter Dehling informierte über ein Angebot der Kubus-Kommunalberatung, die in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag handelt. Sie will den Strombezug in den Jahren 2020 bis 2022 gebündelt ausschreiben. Die Mehrheit im Gemeinderat sprach sich für die Teilnahme aus und gab der Variante Normalstrom den Vorzug vor Ökostrom. (no)

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