Markus Hochholdinger als Landtags- und Christian Weiß als Bezirkstagskandidaten gewählt
FDP schickt die Jungen ins Rennen

FDP-Kreisvorsitzender Moritz Pöllath (von rechts), Kreisrat Hans-Jürgen Reitzenstein und Landtagsabgeordneter Ulrich Lechte beglückwünschen die Kandidaten Christian Weiß (Bezirkstag), Jens Rohn (Liste Bezirkstag), Markus Hochholdinger (Landtag) und Kilian Taubmann (Liste Landtag). Bild: gac
Politik
Illschwang
22.02.2018
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"Die Kanzlerin müsste jetzt liefern, aber da kommt nichts." Das war die Quintessenz des FDP-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lechte, der den Mitgliedern der FDP-Verbände Amberg und Amberg-Sulzbach aus der parlamentarischen Arbeit der Fraktion in Berlin berichtet hat. Bei der Aufstellungsversammlung legten die Liberalen zudem fest, wer für sie heuer in den Wahlkampf zieht.

Zum Wahlkreisbewerber für den Landtag wurde Markus Hochholdinger aus Amberg gewählt. Der 22-Jährige studiert Medientechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Amberg. Seine Themen sind Bildung und "E-Government", also die Erledigung von Behördengängen per Internet. Als Kandidat für den Bezirkstag wurde Zimmerermeister Christian Weiß (31) aus Sulzbach-Rosenberg bestimmt. Er setzt sich für das Handwerk und die Ausbildung ein. Als zweiter Kandidat für die Landtagsliste geht Kilian Taubmann ins Rennen. Sein Thema ist die Digitalisierung. Hier sieht der 31-jährige Industrieberater "große Chancen für den ländlichen Raum, wenn die benötigte Infrastruktur geschaffen wird". Denn durch die Digitalisierung könne der ländliche Mittelstand gestärkt werden. "Weil es dann keine Rolle mehr spielt, ob ein Softwareentwickler in München oder in Ammerthal arbeitet." Als weiterer Kandidat für den Bezirkstag wurde der Informatiker Jens Rohn aus Amberg gewählt.

Trend in Berlin erkannt

Der Trend, dass viele junge Leute politische Verantwortung übernehmen und in die Partei eingetreten sind, erfreute den Vorsitzenden des Kreisverbands, Moritz Pöllath. "Das ist sogar in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin aufgefallen." Die Parteifreunde von Lechte wollten natürlich auch wissen, wie es bei den "Jamaika-Verhandlungen" zugegangen sei und warum die FDP-Unterhändler diese abgebrochen hätten.

Zunächst, so berichtete Lechte, hätte die Kanzlerin die Parteiprogramme nebeneinander gelegt, um zu sehen, was es an Gemeinsamkeiten gebe. "Das ist sehr wenig gewesen." Dann habe Merkel die Devise ausgegeben: Wenn wir uns nicht einig sind, machen wir es wie bisher. "Das wäre auf eine Fortsetzung der Politik der Großen Koalition hinausgelaufen - für Grüne wie FDP nicht hinnehmbar." Schließlich habe man fünfeinhalb Wochen in Arbeitsgruppen diskutiert, wobei vieles, worauf sich die Arbeitsgruppen geeinigt hätten, in der "Elefantenrunde" beim Kanzleramt wieder gekippt worden sei.

"Am Ende gab es ein Papier mit 235 ungelösten Streitpunkten." So etwas sei keine Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. "Politische Leitlinien oder inhaltliche Festlegungen sind von der Kanzlerin zu keiner Zeit gekommen", bedauerte Lechte. Auch die geschäftsführende Bundesregierung habe die Arbeit weitgehend eingestellt: "Wir haben immer noch keinen Haushaltsentwurf für 2018. Das nimmt der Bundestag jetzt selbst in die Hand."
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