05.04.2018 - 20:10 Uhr
IllschwangOberpfalz

Baubeginn am Gebäude für Nahwärmenetz im Baugebiet Sandäckerweg 3 "Kein Wirkungsgradverlust"

Mit dem Bau des Kernstücks, einer zentralen Heizanlage der Firma Hargassner, begannen im Illschwanger Baugebiet Sandäckerweg 3 die Maßnahmen für eine Nahwärmeheizung. Gedacht ist sie vor allem für die 15 Parzellen, die im Zuge der Baugebietserweiterung dort entstehen.

Eine zentrale Heizanlage soll das Baugebiet Sandäckerweg 3 in Illschwang versorgen. Von links Josef Margraf, Bürgermeister Dieter Dehling, Michael Rädle und Michael Hoffmann. Bild: no
von Norbert WeisProfil

Betreiber der 2016 gegründeten Nahwärme MRH GbR sind die Heizungsbaufirma Michael Rädle, das Bauunternehmen Josef Margraf sowie Michael Hoffmann, der sich vor allem um das Zahlenwerk und die Zuschüsse kümmert. Bürgermeister Dieter Dehling zeigte sich bei einem Treffen anlässlich des Baubeginns über den Unternehmensgeist der Betreiber sehr erfreut. Er war überzeugt, dass die Maßnahme zum Vorteil für die Bauwilligen werde. Das Angebot bedeute für sie eine nicht unerhebliche Kostenentlastung.

Die Firma Rädle verfügt bereits über Erfahrungen beim Bau solcher Hackschnitzelanlagen. In den vergangenen Jahren errichtete sie mehr als 15 solcher zentralen Heizanlagen mit entsprechendem Nahwärmenetz. Die Investitionskosten des aktuellen Projekts liegen zwischen 275 000 und 300 000 Euro.

Entschieden haben sich die Verantwortlichen für eine Heizanlage von der österreichischen Firma Hargassner mit einer Nennleistung von 150 bis 200 kW. Es ist eine automatische Beschickung mit Hackschnitzeln vorgesehen. Die Anlage verfügt über einen Pufferspeicher von 4000 Litern. Die Anschlussleistung je Parzelle liegt, abhängig von der Gebäudegröße, zwischen 15 und 30 kW. Das benötigte Wärmeleitungsnetz misst etwa 500 Meter.

Als Vorteil für den Nutzer sieht Michael Hoffmann, dass nur die wirklichen Heizkosten bezahlt werden müssten, ermittelt mit Hilfe eines Wärmemengenzählers. Es entfalle der Wirkungsgradverlust, der bei einer eigenen Heizanlage zwischen fünf und zehn Prozent betrage. Die Nutzer machten sich unabhängig von der Ölindustrie oder den Stromversorgern. Durch die Hackschnitzelheizung werde ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

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