19.03.2018 - 20:00 Uhr
Illschwang

Bockbierfest des SV Illschwang Spiegelverkehrt und ein Tele

Es ist einer der Höhepunkte der Starkbierzeit im Sulzbacher Land - die Fastenpredigt von Bruder Barnabas (Hobbo Royer) beim Bockbierfest des SV Illschwang. Im proppevollen Sportheim wusste er von einer Reihe besonderer Begebenheiten in der Gemeinde zu berichten.

Auf gutes Gelingen stießen an (von links): Bürgermeister Dieter Dehling, Starkbierredner Bruder Barnabas, SVI-Vorsitzender Thomas Dirler, Sulzbach-Rosenbergs Raiffeisen-Vorstand Erich Übler und Sulzbachs Bürgermeister Michael Göth.
von Norbert WeisProfil

So ging der Prediger auf die Ortseingangstafeln ein. Es handle sich hier nicht um eine Eintrübung des Bewusstseins, sondern um Realität. Die Bilder darauf seien spiegelverkehrt. Die Tafeln sind mittlerweile wieder weg, um überarbeitet zu werden. Dagegen lobte er die von Gemeindearbeiter Manfred L. dafür erstellte massive Holzkonstruktion.

Zu Spekulationen auf dem Immobilienparkett kam er am Beispiel des Neubaugebiets Sandäckerweg zu sprechen. Zwei Experten aus dem kirchlichen Bereich verhandelten auf eigene Faust, um die dortigen Grundstücke zu vermarkten. Doch haben es die beiden an Fingerspitzengefühl fehlen lassen. Die Herrn aus Eichstätt zeigten sich mit dieser Initiative nicht einverstanden. So mussten sich Pfarrer und Kirchenpfleger von ihren Ambitionen verabschieden. Höchste Mobilität wurde dem Personal des Bauhofs verschafft. Ein nagelneuer Rasenmäher, mit dem Namen "Grillo" - quasi ein rollendes Brotzeitstüberl, sowie ein Pritschenwagen machte deren Glück vollkommen. Den alten Mäher habe die Gemeinde erfreulicherweise dem SVI zur Pflege seines Rasens überlassen.

goes digital merkte Bruder Barnabas an. Verlegt sei alles, aber es fehle noch an der Freigabe fürs schnelle Internet. Die Kabel wirkten äußerst beruhigend. Da werde der Rest irgendwann auch klappen. Illschwang sei die einzige Gemeinde, die sich zwei Spitzenbanker leiste: Sparkassenvorstand Werner D. und Raiba-Chef Erich Ü. Bei Erich Ü. sei der Werdegang interessant. Er ist quasi ein Seiteneinsteiger: vom Sommerseit'n Musikanten zum Millionär.

Als Illschwanger Schottenhammel bezeichnete der Prediger Großgastronom Hans-Jürgen N. "Ja, wennst zu was kumma willst, dann mousste a wos traua, merkte der Redner an." Als mittlerweile größter Arbeitgeber gehöre ihm, mit Ausnahme von Gotteshaus und Friedhof, fast der ganz Kirchberg. Die Kommunalverwaltung wolle bautechnisch nicht hintan stehen und betreibe deshalb den Umbau des Pollety-Anwesens zum neuen Rathaus. Hier entstehe ein neues Machtzentrum an der Südwest-Flanke des Landkreises. Weiteres Thema waren die "Hühner"- (Hünen-) -gräber im Gewerbegebiet Neuöd. "Vielleicht", so Barnabas, "finden sie dort ein ganzes Gräberfeld, wo ein gewisser Dominik W. ein Tierkrematorium errichten möchte." Ebenfalls in Neuöd ist eine Boulderwand entstanden, wo Klettermaxn gefragt sind. Es entzog sich seiner Kenntnis, ob die Haken und Schrauben an der Wand extra für den Bürgermeister verstärkt wurden.

Der Windpark auf der Haouchen Stroaß sei inzwischen flügellahm, da ein Rotorblatt abgestürzt ist. Ohne Strom gebe es kein schnelles Internet Mit einem neuen Projekt lasse Bauchef Josef M. aufhorchen, der in Sulzbach eine Wohnanlage barrierefrei, altersgerecht, effizient und ökologisch bauen will. Barnabas gab ihm den Rat, sich auch der alten Ringer-Wirtschaft anzunehmen, um die alte Wirtshauskultur wieder zu beleben. In Gefahr habe sich Starfotograf Nobby White begeben, als die zarten Elfen der Knappnesia ihm bei ihrem Auftritt beim Hallenmasters des SVI, die Kamera fast aus der Hand gekickt hatten. Er habe deshalb ein Teleobjektiv beantragt.

Nach der Predigt stieß Barnabas mit den Gästen auf eine gelungene Veranstaltung an. Den musikalischen Teil übernahmen "Mir 3 und Du".

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