26.07.2017 - 20:00 Uhr
IllschwangOberpfalz

Posaunenchor Illschwang ist stolz auf seine NAchwuchsarbeit: Mit 60 noch sehr jugendlich

Ein Blick zurück auf die vergangenen sechs Jahrzehnte macht deutlich, dass sich der Posaunenchor in Illschwang aus kleinen Anfängen stets fortentwickelt hat. Besonders stolz sind die Verantwortlichen um Chorleiter Georg Schmidt im Jubiläumsjahr auf die Nachwuchsarbeit.

Den Posaunenchor Illschwang führt im Jubiläumsjahr Georg Schmidt (links). Bild: no
von Norbert WeisProfil

Die erste Initiative zur Gründung eines Posaunenchors in Illschwang ging 1957 von Hans Flierl aus Ritzenfeld aus, der damals gerade seine Ausbildung zum Diakon in Rummelsberg machte. Pfarrer Karl Kelber und Diakon Heinrich Frieß aus Sulzbach-Rosenberg wurden zu Geburtshelfern.

Premiere an Himmelfahrt

Zwölf Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde waren an Christi Himmelfahrt beim ersten öffentlichen Aufritt mit dabei: Andreas Flierl (Ritzenfeld), Leonhard Rösel (Seibertshof), Berthold Meyer (Pesensricht), Rudolf Bär und Leonhard Flierl (Reichertsfeld), Richard Heldrich (Haar), Helmut Hiltl (Aichazandt), Herbert und Alfred Dehling (Meuöd), Eberhard und Wilhelm Kunert (Schöpfendorf) und Hans Winter (Bachetsfeld).

Mit geliehenen, gekauften und geschenkten Instrumenten - teils kamen sie aus Beständen des Waisenhauses in Sulzbach-Rosenberg - probten die Musiker, angeleitet von Diakon Fries. Auch das gesellige Leben pflegten sie. Rudolf Bär fungierte ab 1962 als Chorleiter. Er baute den Chor qualitativ und quantitativ weiter aus. Nach zehn Jahren waren es, trotz verschiedener Wegzüge, 15 Bläser; beim 25-jährigen Gründungsfest schon 22. Vier junge Leute befanden sich noch in der Ausbildung. Mit Margit Rösel, Elfriede Franz und Waltraud Standecker wirkten drei Damen mit, was damals noch eine Ausnahme darstellte.

Der Posaunenchor beteiligte sich an Veranstaltungen des Bezirkschors, wo Rudolf Bär auch als stellvertretender Leiter tätig war. 1992 gab er nach 35 Jahren als Bläser und 30 Jahren als Chorleiter den Stab ab. Er hinterließ ein gut bestelltes Felde. Nach einer kurzen Übergangszeit übernahm Georg Schmidt die Leitung und hat sie bis heute behalten. Wilhelm Dehling wurde sein Stellvertreter. Posaunen- und Kirchenchor wirkten stets eng zusammen, was 1993 deutlich wurde, als Elise Pürner ihr 50-jähriges aktives Wirken im Kirchenchor feiern konnte.

13 Neue auf einen Streich

Das Jahr 1996 bedeutete im Bereich der Nachwuchsarbeit einen Meilenstein: 13 Jungen und Mädchen begannen eine Ausbildung als Jungbläser. Für die Anfänger wurden teilweise neue Instrumente angeschafft. 2002 organisierte Wilhelm Kunert die erste Openair-Veranstaltung in Haar. Dieses Freiluftkonzert bildet inzwischen im Juli den Saisonabschluss.

Höhepunkt der 50-Jahr-Feier 2007 war die Rolle als Gastgeber für alle Posaunenchöre aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Dirigiert von Bezirkschorleiter Kurt Lehnerer, boten die Bläser vor zahlreichen Besuchern auf dem Kuhberg ein eindrucksvolles Programm. Seinerzeit zählten die Illschwanger 39 aktive Musiker, die Hälfte unter 20 Jahren.

Pfarrer bläst mit

Erstmals gab es 2009 in der Pfarrkirche ein Frühjahrskonzert. Daraus hat sich eine anspruchsvolle Konzertreihe entwickelt. 2012 kam Thomas Schertel als neuer evangelischer Pfarrer nach Illschwang - ein aktiver Bläser mehr für den Chor.

Eine Neuerung brachte 2016 ein gemeinsames Probenwochenende unterhalb des Arbersees. Im Durchschnitt kommt der Posaunenchor pro Jahr auf 25 bis 30 Einsätze, sowohl bei Gottesdiensten als auch bei weltlichen Anlässen.

Programm

Der Posaunenchor Illschwang lädt die Bevölkerung an diesem Freitag um 19.30 Uhr zu einer Serenade im unteren Pausenhof der Grundschule ein. Gesangliche Unterstützung leisten der Männergesangverein Illschwang und ein Projektchor. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in die Kirche St. Veit verlegt. Dort feiert der Posaunenchor am Sonntag, 30. Juli, um 10 Uhr einen Festgottesdienst mit Ehrungen. (no)

 

 

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