03.01.2018 - 16:50 Uhr
IllschwangOberpfalz

Schaden im Windpark Illschwang Rotorblatt segelt zu Boden

Anwohner aus Wirsfeld in der Gemeinde Illschwang beobachteten es zuerst: An einem Windrad knickte am Mittwochvormittag ein Rotorblatt ab und segelte zu Boden. Der Mühlenwart, der die Windräder von seinem Fenster aus im Blick hat, informierte umgehend den Betreiber, Jura Energy.

Am Mittwochvormittag ist bei einem Windrad bei Illschwang ein Stück des Rotors abgebrochen. Es segelte auf den Waldboden.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Geschäftsführer Ludwig Fürst setzte sich in Neumarkt ins Auto und war eine halbe Stunde später vor Ort. Die Hälfte des Rotorblattes lag im Wald. Ganz oben befanden sich noch Teile, die jederzeit herunterfallen konnten. "Bitte unbedingt die Absperrung beachten", appellierte Fürst auch Stunden nach dem Abbruch. "Es ist wirklich gefährlich. Die noch übrigen Teile können heruntersegeln wie ein Ahornblatt." Doch warum brach es ab? "Man weiß es nicht. Vielleicht lag es am Sturm oder an einem Blitzeinschlag", mutmaßt der Geschäftsführer, der auch noch keine Angaben zur Schadenshöhe machen konnte. Zwar habe er schon öfters von ähnlichen Vorfällen in der Fachpresse gelesen, in seinem Unternehmen sei so etwas vorher noch nie passiert.

Die Ursache wird nach Informationen von Fürst von der Herstellerfirma in Kooperation mit dem Flügelproduzenten untersucht. Auch ein Produktionsfehler könne nicht ausgeschlossen werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen." Verletzt wurde bei dem Abbruch niemand.Das halbe Rotorblatt landete auf dem Waldboden.

Windpark Illschwang

In Illschwang stehen fünf Windkraftanlagen mit je drei Rotorblätter. Die Maschinen sind vom Typ Nordex N117. Ein Rotorblatt hat eine Gesamtlänge von 57,3 Meter und ein Gewicht von etwa 10,4 Tonnen. (roa)

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