22.03.2018 - 20:02 Uhr
Immenreuth

Martin Schmid berichtet über preiswürdige Aktion der "Flötztaler Naturentdecker" Nachwuchs schafft sich Paradies

Die Kinder- und Jugendgruppe "Flötztaler Naturentdecker" des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) hat im Vorjahr den dritten Platz beim Förderpreis Jugendarbeit des Landkreises Tirschenreuth belegt. Der Bericht von Martin Schmid in der Jahreshauptversammlung erklärte, warum.

Martin Schmid referierte über die erfolgreiche Jugendarbeit beim Obst- und Gartenbauverein Immenreuth. Bild: mez
von Roman MelznerProfil

Er informierte über die erfolgreiche Nachwuchsarbeit für 65 Kinder und Jugendliche. Jenny Kassler, Birgit Schindler und Claudia Melzner betreuen jeden letzten Dienstag im Monat 45 Mädchen und Buben in der kleinen und mittleren Gruppe (4 bis 8 Jahre) und 20 bei den Großen (ab 9 Jahre) betreut. Schmids Ehefrau Miriam und er kümmern sich um die 20 großen Nachwuchsgärtner jeden letzten Freitag im Monat.

Die gleichberechtigten Jugendleiter nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil, so im Oktober zum Thema Streuobst-Vielfalt in Cham. Bei der Vermittlung von Sach- und Sozialkompetenz durch gemeinsame Unternehmungen legten sie auch Wert auf die Kompetenz der Kinder, erklärte Schmid. Sie sollen sich mit der Natur identifizieren, weg von Fernseher oder Playstation und gerne raus an die frische Luft, um gemeinsam die Natur zu erleben.

In insgesamt 30 Gruppenstunden gab es unter anderem ein Bastelaktion (Waldgeister bauen), Pflanzaktionen, Waldspaziergänge mit Erläuterungen, Pflanz-, Pflege und Erntegruppenstunden am Ahornberger Grundstück und Besuch der Obstpresse mit dazugehöriger Apfelernte. Der OGV-Nachwuchs ging auch auf Spurensuche im Schnee und widmete sich dem Thema Naturfotografie. Zudem beteiligte er sich am Bürgerfest der Gemeinde mit einem Stand und organisierte einen "feurigen Ferientag" auch für Nichtmitglieder. Die Gruppe haben einen Pizzaofen gebaut, das Feuer mit Feuerstahl entfacht, gemeinsam gekocht und Pizza gebacken.

Ein Höhepunkt war der dritte Platz beim Förderpreis Jugendarbeit des Landkreises Tirschenreuth. Unter dem Projekttitel "Flurstück 663/1 - wir gestalten unser kleines Paradies!" hatte sich der Nachwuchs dafür beworben. "Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich in Ahornberg auf dem rund 900 Quadratmeter großen Grundstück pudelwohl", betonte Schmid. Dort gebe es einen Bach, kleinen Acker, ein Weiden-Tipi, drei alte Obstbäume, ungemähte Teile und zwei kleine Gartenhäuschen. Die Übergabe des Preises, über den sich auch die Vorsitzende Maria Frauenholz freute, fand in Plößberg beim Kreisjugendtag statt. Das Preisgeld floss in die Anschaffung von Ausstattung rund um das Thema Feuer verwendet.

Die Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger zollte ebenso wie zweiter Bürgermeister Josef Hecht der Jugendarbeit ihren Respekt. Pappenberger betonte, dass sich die Immenreuther Jugendarbeit vor allem durch die generationenübergreifenden Zusammenarbeit ausgezeichnet hatte. Die Chemie zwischen Jung und Alt im Verein stimme. Pappenberger informierte über den in 2018 stattfindenden landesweiten Wettbewerb "Streuobst - Vielfalt - beiß rein!" an dem die Flötztaler Naturentdecker teilnehmen werden. Bereits geplant ist laut Schmid das Jahresprogramm für die Kinder und Jugendlichen. Er dankte für die Unterstützung aller ehrenamtlicher Helfer, ohne die diese Nachwuchsarbeit nicht möglich wäre.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp