"Ursprung-Biker" feiern fünfjähriges Bestehen und viertes Motorradtreffen am herzingweiher
Der Stierschädel ruft

Michael Münch, Vize-Präsident der "Ursprung-Biker", fuhr die Burnout-Maschine in ihren Käfig. Die Besucher - bis zu 300 kamen zum vierten Motorradtreffen, verbunden mit dem fünfjährigen Bestehen des Vereins - waren gespannt, wie viele Reifen wohl platzen würden. Bild: lue
Freizeit
Immenreuth
09.08.2017
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Geplatzte Reifen, lautes Getöse und Rock-Musik dominieren das vierte Motorradtreffen am Herzingweiher. Das lockt nicht nur Biker in die Gabellohe. Bis zu 300 Gäste machen mit den "Ursprunglern" bis in die frühen Morgenstunden hinein Party.

"Angefangen haben wir vor fünf Jahren mit vier Leuten, heute sind wir zu zwölft", informierte Matthias Veigl, der Präsident der "Ursprung Biker". Seit vier Jahren ist er Vorsitzender des Vereins, dem derzeit elf Männer und eine Frau angehören. Und woher kommt der Name "Ursprung-Biker"? Die Erklärung ist einfach: "Als wir uns vor fünf Jahren zusammengetan haben, sollte es der Ursprung von etwas Neuem sein", erläuterte Florian Hösl, der auch Gründungsmitglied ist.

"Als wir unser Fest das erste Mal aufgezogen haben, war es noch viel kleiner", erinnerte er sich. Dieses Jahr waren die Mitglieder etwa eine Woche mit dem Aufbau beschäftigt. Zwei Festzelte hatten sie organisiert, Lagerfeuer angezündet und auf der Wiese neben dem Clubhaus-Container gegenüber dem Naturfreibad war Platz zum Campieren. Für das Essen sorgten Josef und Birgitt Bayer mit einem Stand.

Live-Band aus Dortmund

Während in der Bar Musik aus der Dose tönte, spielte nebenan im Zelt eine Live-Band. "Spontan entschlossen sich die Musiker von 'Tres Hombres' aus Dortmund, bei uns aufzutreten", berichtete Veigl. Sie begeisterten die Besucher mit einem bunten Mix aus Rock-Klassikern.

Obwohl das Fest erst für Samstag geplant war, reisten die ersten Gäste schon am Freitag an. Inzwischen hat sich der Motorrad-Stammtisch im Ort etabliert. Daher kamen nicht nur befreundete Clubs, auch viele Leute aus der Region schauten vorbei. "Auf unserem Treffen ist immer die Gemeinde vertreten. Selbst Bürgermeister Heinz Lorenz war da", sagte Hösl.

Für die Sammler gab es einen Jubiläums-Aufnäher, einen sogenannten Patch, zu erwerben. Darauf abgebildet ist das Vereinssymbol, ein Stierschädel mit einem Motorrad zwischen den Augen, sowie der Umriss des Freistaats Bayern. Auch eine Preisverleihung stand an. Eine Trophäe mit dem "Ursprung-Stierschädel" erhielten die Vertreter des MC "Devil Dodgers" aus Frankenberg an der Eder (Hessen). "Sie reisten zu zweit an und fuhren 363 Kilometer", teilte Kassier Michael Brunner mit.

Zwei geplatzte Reifen

Der Pokal für den Verein mit den meisten Teilnehmern ging an den Motorrad-Club Schönreuth (MCS), der mit 15 Leuten vertreten war und selbst erst eine Woche davor sein 40-jähriges Bestehen gefeiert hatte. So richtig laut und qualmig wurde es, als sich unter anderem Vize-Präsident Michael Münch und Florian Merkl auf die Burnout-Maschine setzten.

Bei einem Burnout wird bei einem stehenden Fahrzeug solange der Hinterreifen durchgedreht, bis dieser platzt. Im Vorfeld des Treffens war dazu ein Motorrad mit einem Fell sowie einem Stierschädel verkleidet und hinter einen Metallzaun, quasi in einen Käfig, gestellt worden. Gleich zwei Mal musste darauf neuer Gummi montiert werden.
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