09.01.2018 - 16:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Feuerwehr Immenreuth rückt im Vorjahr 43 Mal aus Einsatzstunden verdoppelt

Das Jahr 2017 bringt den Immenreuther Floriansjüngern ein Mehr an Arbeit, aber auch eine Auszeichnung für die Kinderfeuerwehr der drei kommunalen Wehren. Das Sorgenkind bleibt dagegen das Gerätehaus.

von Bernhard KreuzerProfil

Dessen Sanierungsbedarf war daher ein Thema in der Jahreshauptversammlung der Brandschützer. Sie erinnerten den amtierenden Bürgermeister Josef Hecht an die Versprechungen und Zusagen des erkrankten Rathauschefs Heinz Lorenz, die einen Neubau vorsahen. Hecht erwiderte, dass es nichts nütze, nur von den Mängeln zu hören, die auf dem Papier stehen. Mit dem Gemeinderat will er sich deshalb vor Ort selbst informieren. Zum Neubau seien die unterschiedlichsten Aussagen getroffen worden. Hier werde die Kommune tun, was in ihrem Ermessen stehe.

Schützenhilfe bekam die Wehr von Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Eindringlich machte er auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften aufmerksam. Einen Bestandsschutz für alte Mängel gebe es nicht. Dies gelte insbesondere für die Dieselemissionen bei den Fahrzeugen. Es stelle sich aber auch die Frage, ob es sinnvoll ist, noch Geld in das bisherige Gerätehaus zu stecken.

43 Mal rückte die Wehr im vergangenen Jahr aus. Kommandant Uwe Engelbrecht zählte 33 technische Hilfeleistungen, die das gesamte Einsatzspektrum der Wehr widerspiegelten. So registrierte Engelbrecht unter anderem sechs Unfälle mit eingeklemmten und toten Personen, die Notlandung eines Kleinflugzeuges, drei Einsätze zur Rettung einer Person, Beseitigung von Bäumen auf der Fahrbahn oder von Ölspuren, Wildunfälle, Brandsicherheitswachen, Verkehrsabsicherungen und einen Erste-Hilfe-Einsatz. Ebenso waren Aktiven bei sieben Bränden gefordert. Zum Einsatzgebiet zählte auch Oberfranken.

477 Einsatzstunden - und damit fast doppelt so viele wie 2016 - addierte Kommandant Engelbrecht insgesamt. Neben monatlichen Übungen war die Wehr in zwei große Übungen bei einem angenommenen Waldbrand bei Lienlas und der Katastrophenschutzübung am Vorbacher Eisenbahntunnel eingebunden. Atemschutzübungen in Neuhaus, Fahrerausbildung, Funklehrgänge und Brandschutzunterweisungen des Kindergartenpersonals ergänzten die Bilanz. Ebenso die Gestaltung des Schultages. Zehn Stationen baute dazu die Kinderfeuerwehr auf. Insgesamt errechnete Engelbrecht für die 32 Aktiven 1313,5 geleistete Stunden. Dank sprach er der Punreuther Feuerwehr für die Unterstützung und der Gemeinde für die teilweise modernisierte Schutzausrüstung aus. Die restliche Umrüstung werde in diesem Jahr angestrebt.

Zum großen Problem werden nach den Ausführungen Braunreuthers die Abrechnungen kostenpflichtiger Einsätze. Die Kommunen geraten hier in die Mühlen der Versicherungen, die mit Widersprüchen und geforderten Vorlagen Streitereien provozierten, bis die Gemeinden aufgeben und lieber selbst die Kosten tragen. "Das kann nicht angehen."

Erfreulicher für ihn war die Kooperation der Immenreuther Wehr mit Punreuth. "Sie ist zur Normalität und somit zu einer guten Sache geworden."

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