Kinder stehen bei Maikundgebung im Mittelpunkt
Chance auf Zukunft

Mit Gedichten bereicherten die Vorschulkinder des Kindergartens vor dem Rathaus den ersten Teil der Maikundgebung. Bild: ak
Lokales
Immenreuth
03.05.2013
6
0

Gute Arbeit, sichere Rente, ein soziales Europa sowie Zusammenhalt und Solidarität zwischen Jung und Alt waren die zentralen Themen der Kundgebung zum Tag der Arbeit. Die politische Gemeinde, SPD, Gewerkschaft und die Bürgerschaft zeigten sich am 1. Mai solidarisch, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Bei kühlem Wetter eröffnete Bürgermeister Peter Merkl die Traditionsveranstaltung am Rathaus. Sein Gruß galt Fachsekretärin Sabrina Feige von der IG Metall, Pfarrer Markus Bruckner, den anwesenden Kreis- und Gemeinderäten sowie dem Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirschenreuth und SPD-Landtagskandidaten, Berthold Kellner.

Merkl dankte den Vorschulkindern unter Leitung von Carolin Engelbrecht und Heidi Braunreuther sowie der Grundschule mit Klassenlehrerin Silvia Arzberger für die Gestaltung. "Wir feiern heute nicht nur den Tag der Arbeit, sondern erfreuen uns gleichzeitig an unserem Brauchtum und unserer schönen Heimat.", betonte er eingangs. Vorher hatte die Stadtkapelle die Maifeier mit einem Marsch von Erwin Troja und der Sängerbund unter Leitung von Heinrich Thurn mit dem Fichtelgebirgslied eröffnet. Dabei ließ es sich Merkl nicht nehmen, in den Chorgesang mit einzustimmen.

Das Gemeindeoberhaupt berichtete von der lustig-spannenden Odyssee des Immenreuther und Unterlinder Maibaumes (wir berichteten). Die Vorschulkinder trugen ein Gedicht zum Frühling vor. Sie versicherten, dass mit ihnen die warme Jahreszeit Einkehr halten wird. "Schneeglöckchen stehen in dichten Reihen und wecken die ganze Welt, auch Dich", berichteten die Kinder der Grundschule. Zudem trugen sie das Gedicht "Die Kröte" von Josef Guggenmoos, untermalt von Klanghölzern und Xylofon, vor. Nach der von der Stadtkapelle gespielten Slavonicka-Polka und einen Liedvortrag der Vorschulkinder grüßte die Fachsekretärin der IG Metall Sabrina Feige die Teilnehmer der Maikundgebung.

Tag für Forderungen

"Das Erste ist, was heut allen auffällt: die Betriebe und die Schule haben geschlossen. Das war nicht immer so", erklärte sie. Feige erinnerte an die Gründerzeit der Gewerkschaften und deren erste Ziele. "Arbeiten, um zu leben, oder leben, um zu arbeiten? Dies war die Kernfrage zur Gründerzeit. Letztendlich ist es auch heute noch so. Der 1. Mai ist auch dazu da, Forderungen an die Politik zu richten", erklärte die Gewerkschafterin.

Es sei Erbe und Auftrag der Gewerkschaften, die Interessen der Arbeitnehmer früher und heute zu vertreten. "Angemessene und gleiche Bezahlung der Arbeit, Teilhabe an den Unternehmensgewinnen, eine Rente zum Auskommen, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind unsere wichtigen Themen heute."

"Wir wünschen uns Menschen, an deren unbefangener Lebensfreude man sich ausrichten kann. Das sind vor allem unsere Kinder; ihr gebt uns Zuversicht und Hoffnung, dass unsere gemeinsame Zukunft Chancen hat", verdeutlichte Peter Merkl abschließend.

Nach dem Kitzbühler Handschützenmarsch zog die Festgemeinde in die Schulaula, um in gemütlicher Runde die Maikundgebung mit einem Fachvortrag von Sabrina Feige (Bericht folgt) und einem Weißwurstfrühschoppen zu beschließen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.