VdK-Geschäftsführer Harald Gresik schlüsselt Leistungen des VdK-Kreisverbandes auf - 320 neue ...
Bei Rentenversicherung am meisten gefordert

Lokales
Immenreuth
02.05.2013
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"5225 Mitglieder haben wir derzeit in unserem Kreisverband", freute sich VdK-Kreisgeschäftsführer Harald Gresik in der Jahreshauptversammlung des VdK- Ortsverbandes Immenreuth im Landgasthof Busch in Kötzersdorf. Im abgelaufenen Jahr konnten 320 "Neue" begrüßt werden. Das jüngste Mitglied sei ein Jahr, das älteste 101 Jahre alt.

Für 2442 Beratungen standen er und seine Mitarbeiter im Jahr 2012 zur Verfügung. Dabei ging es um wichtige Fragen zu den Bereichen Arbeitslosengeld, Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, zur Pflegeversicherung und zum Schwerbehinderten- und Rentenrecht.

81 Klagen eingereicht

"In unserer Geschäftsstelle in Wiesau wurden 579 Anträge gestellt", berichtete Harald Gresik. In 201 Fällen sei Widerspruch eingelegt, in 81 Fällen Klage beim Sozialgericht erhoben und sechs Berufungen eingelegt worden. "In der Rentenversicherung und im Schwerbehindertenrecht wird unsere Hilfe am meisten gefordert." Dabei gehe es um Renten wegen Erwerbsminderung, vorzeitige Berentungen oder Altersrenten.
Viele Menschen müssen zu ihrer geringen Rente noch etwas dazu verdienen. "Die Geringfügigkeitsgrenze für Minijobber stieg ab dem 1. Januar 2013 von 400 auf 450 Euro", teilte Gresik mit. Minijobs, die ab diesem Zeitpunkt aufgenommen werden, seien in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Mit einem Eigenbetrag in Höhe von 3,9 Prozent können die Beschäftigten den pauschalen Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 15 Prozent auf den vollen Rentenversicherungsbeitrag aufstocken. "Durch die Zahlung von eigenen Beiträgen kommen die Beschäftigten in den Genuss des vollen Schutzes der gesetzlichen Rentenversicherung."

Auf Antrag können sich Beschäftigte jetzt auch von der Zahlung des eigenen Beitrags befreien lassen. "Diese kann allerdings zu einer Einschränkung des Schutzes durch die gesetzliche Rentenversicherung führen", warnte der Experte.

Ausführlich ging Harald Gresik auf die neue Pflegereform ein, die zum 1. Januar 2013 in Kraft trat. Dabei erhöhte sich der Beitrag zur Pflegeversicherung von 1,95 auf 2,05 Prozent und für Kinderlose von 2,2 auf 2,3 Prozent. Anträge auf Pflegebedürftigkeit müssten künftig fünf Wochen nach Antragstellung von den Pflegekassen beschieden werden. Außerdem müssten diese auf Wunsch das MDK-Gutachten zur Verfügung stellen.

Finanzielle Verbesserungen

Wenn sich Pflegepersonen zu ihrer eigenen Entlastung eine Auszeit mittels Kurzzeit- oder Verhinderungspflege nehmen, werde das Pflegegeld für diese Tage zur Hälfte weiter gezahlt. Auch beim Pflegegeld und den Sachleistungen gebe es in den einzelnen Pflegestufen finanzielle Verbesserungen. "Für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) gibt es jetzt mehr Geld", berichtete Gresik, "außerdem werden Wohngruppen von Pflegebedürftigen gefördert."

Abschließend wies Harald Gresik noch auf die wöchentliche Sprechstunde am Dienstag von 8 bis 11.30 Uhr im Kemnather Rathaus (Erdgeschoss) hin. Mit einem Dank an Bürgermeister Peter Merkl und dem Vorstand beendete er seinen Bericht.
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