Weihbischof Pappenberger fordert Firmlinge auf, für andere Menschen "ein Segen zu sein"
Kreuz mit ins Leben nehmen

Beim Empfang im Kindergarten segnete Weihbischof Reinhard Pappenberger die Mädchen und Buben, die ihn zuvor mit einem Lied begrüßt hatten.
Lokales
Immenreuth
27.04.2013
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"Pass auf, kleines Auge, was du siehst", stimmten die Kleinen des Kindergartens am Freitag an, als sie Weihbischof Reinhard Pappenberger bei strahlendem Sonnenschein vor der Herz-Jesus-Kirche, auf dem Weg zur Firmung, begrüßten. Der Gast zeichnete allen Mädchen und Buben ein Kreuz auf die Stirn und bat darum, dass sie unter Gottes Schutz in ihr Leben hineinwachsen und sie das Kreuz ein ganzes Leben lang begleitet.

Diese Aufforderung der Wachsamkeit und Stärke im Glauben übertrug der hohe Würdenträger in das feierliche Hochamt. Die Kirche sei ein Raum für die wichtigsten Stationen im Leben, von der Taufe bis zum Tod, unterstrich er beim Gottesdienst. Diese Sehnsucht, einen Raum für sich zu haben, sei vor fast 100 Jahren in Immenreuth erwacht. 1934 sei der Grundstein für die Kirche gelegt worden. In dieser Zeit der Angst durch die beiden Weltkriege suchten die Menschen einen Raum, in dem sie Hoffnung schöpfen konnten. "Heute werden die Kirchen leer. Das machen die Menschen immer so, wenn es ihnen anscheinend an nichts fehlt", erklärte der Weihbischof. Er bedauerte, dass die Menschen nicht gerne aus ihrer Geschichte lernen, weil sie meinten, dabei zu verlieren. Doch wer nicht zurückdenke verliere.

Der Weihbischof ermutigte, das Kreuz ernsthaft in sein Leben zu nehmen so wie es einst der heilige Franziskus tat. Er stammte aus einer gutbürgerlichen Familie und es gab nichts, was ihm die Lust am Leben hätte nehmen können. Plötzlich Krieg und Verwundung. In einer einsamen Kapelle erhielt er den Auftrag: "Franz, stell meine Kirche wieder her." Es war nicht der Auftrag, einen Raum zu schaffen, sondern einen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. "Die Verantwortung zu begreifen und ein Segen zu sein, das sollen nicht nur Heilige, das sollen wir alle", sagte Reinhard Pappenberger den 50 Firmlingen und Gottesdienstbesuchern.
In ihren Fürbitten beteten die Jugendlichen um neuen Mut und neue Kraft, um für die Frohbotschaft einzutreten, sich gegenseitig zu verstehen, alle Familien zu schützen und damit alle füreinander Verantwortung tragen.

Das Sakrament der Firma spendete Pappenberg zusammen mit Pfarrer Markus Bruckner, Pater Peter Amevor und Diakon Thomas Kopp. Den musikalischen Rahmen gestalteten Lucia Fürst und der Kirchenchor.
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